Tochter des Opfers aus Löhne geht auf Frau des Hauptangeklagten los
Tumult beim Spatenstiel-Prozess

Löhne/Bielefeld (WB). Bei dem sogenannten Spatenstiel-Prozess ist es am Dienstagvormittag zu Tumulten gekommen. Die Frau des Hauptangeklagten, der aktuell in der JVA Bielefeld-Senne untergebracht ist, geriet während einer Verhandlungspause mit den Töchtern und der Witwe des verstorbenen Opfers in eine verbale Auseinandersetzung.

Dienstag, 02.04.2019, 16:59 Uhr
Erstmalig mussten sich die drei mutmaßlichen Mittäter vor dem Landgericht verantworten. Foto: Rajkumar Mukherjee

Erstmalig mussten sich die drei mutmaßlichen Mittäter vor dem Landgericht verantworten. Nach der Aussage einer Tochter des Opfers, die als Zeugin geladen war, kam es in einer anschließenden Pause vor dem Gerichtssaal zu einem Streit zwischen der Frau des Hauptangeklagten und beiden Töchtern A.

Die Diskussion wurde so hitzig, dass etwa fünfzehn Justizvollzugsbeamte die Frauen voneinander trennen mussten.

Während die Tochter als Zeugin aussagte, waren ihre Schwester und Mutter als Nebenkläger in dem Prozess vertreten.

 Der Prozess dreht sich um eine mögliche Körperverletzung mit Todesfolge. Am 14. Mai 2015 war es am Löhner Bahnhof zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung des Familienvater Harun A., damals 49 Jahre alt, mit vier weiteren Männer gekommen. Dabei soll der Löhner einen Spatenstiel aus dem Kofferraum eines Wagens geholt haben, mit dem sich die Männer gegenseitig verletzt haben.

 Vermutlich verstarb Harun A. aufgrund von Kopfverletzungen in Folge eines Sturzes sowie mutmaßlich wegen Schlägen und Tritten gegen seinen Kopf. Laut eines späteren Gutachtens habe der Haupttäter am Tattag, nach einer Feier zum Vatertag, eine Blutalkoholkonzentration zwischen 2,1 und 2,55 Promille gehabt.

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