Handwerksorganisation unterstützt dagegen Plan der Regierung
FDP gegen Meisterpflicht

Bonn/Bielefeld (WB). Die FDP in Ostwestfalen-Lippe spricht sich gegen den Plan der Bundesregierung aus, die Meisterpflicht im Handwerk zu verschärfen. Dagegen begrüßt die OWL-Handwerkskammer die jüngste Ankündigung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), bis Ende des  Sommers einen Gesetzesentwurf vorzulegen. 

Montag, 01.04.2019, 12:28 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 13:34 Uhr
Wird bei Fliesenlegern der Meisterbrief wieder Pflicht? Foto: dpa

Die Ausweitung der Meisterpflicht auf Gewerke wie Fliesenleger, Gebäudereiniger und Raumausstatter werde das Angebot verknappen und die Preise erhöhen, heißt es in einem Antrag des Bünder FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler, dem der Bezirksparteitag am Samstag zugestimmt hat. Gefordert wird dagegen eine weitere Liberalisierung. So sei das Werbeverbot für reisende Handwerker aufzuheben. Und statt der Meisterpflicht für gefahrgeneigte Gewerke könnte bei diesen Gewerken alternativ ein Sachkundenachweise zu Gefahrenreduzierung verlangt werden.

Dagegen sagt Wolfgang Borgert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der OWL-Handwerkskammer: »Die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zulassungsfreien Gewerken bringt mehr Wettbewerbsgerechtigkeit und faire Marktbedingungen.« Er verbessere den Verbraucherschutz und sichere die Qualität. In vielen zulassungsfreien Berufen wie dem Fliesenleger-Handwerk könne derzeit jeder einfach loslegen, auch ohne jegliche Qualifikation, betonte Borgert.

Unterstützung erfährt das Handwerk zum Beispiel von der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung und ihrem Vorsitzenden, dem Paderborner Abgeordneten Carsten Linnemann.

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