Bezirksvertreter in Bielefeld-Mitte stimmen der Vorzugsvariante zu
Votum für neuen Jahnplatz

Bielefeld  (WB). Die Umgestaltung des Jahnplatzes hat mit vierwöchiger Verzögerung am Donnerstagabend die Hürde Bezirksvertretung Mitte genommen. Nachdem die Kommunalpolitiker vor vier Wochen eine Entscheidung aufgeschoben hatten, votierten sie gestern mehrheitlich für die so genannte Vorzugsvariante. Fünf Gegenstimmen gab es aus CDU und FDP.

Montag, 25.03.2019, 16:41 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 18:44 Uhr
Die aktuelle Verkehrsführung auf dem Jahnplatz soll 2022 Geschichte sein. Foto: Oliver Schwabe

Die Vorzugsvariante sieht vor, dass die im Zuge des Verkehrsversuchs eingerichtete Umweltspur für Busse und Radfahrer wieder abgeschafft wird, stattdessen Radfahrer durchgehende Wege bekommen, Busse auf einer eigenen Spur fahren und halten, und der motorisierte Individualverkehr auf nur noch einer Spur unterwegs ist.

Während Jan-Helge Henningsen (CDU) abermals von einem »Kuddelmuddel« und keiner Verbesserung des Ist-Zustandes sprach, sieht Frederik Suchla (SPD) die Chance, mit den 18 Millionen Euro Fördergeldern »aus dem Schandfleck einen schönen Platz zu machen«.

Das Bedauern über den Zeitdruck – bis Mitte 2022 muss das Projekt umgesetzt sein, sonst müssen die Fördermittel an das Land zurückgezahlt werden – nahm auch am Donnerstag wieder Raum ein, am Ende konzentrierten sich die Bezirksvertreter aber auf einige Ergänzungen. Abgelehnt wurde ein Antrag der Grünen, sich die Umweltspur als Option offen zu halten.

Erste Detailvorschläge

Weil Busse und Radfahrer auf einer Spur zwar über einen gewissen Zeitraum gut gegangen sei, wie Dirk Vahrson vom Amt für Verkehr ausführte, das aber »dauerhaft nicht zu verantworten« sei, erhielt der Vorschlag keine Mehrheit. Ebenso wenig wie der von den Grünen ins Spiel gebrachte Prüfauftrag, Busse mittig über den Jahnplatz zu führen. Vahrson: »Für Busgäste ist es einfacher, lediglich den Radweg überqueren zu müssen.«

Klar mehrheitlich bei der Enthaltung der FDP gaben die Bezirksvertreter den Planern aber bereits einige Anträge für die Detailplanung mit auf den Weg. Die SPD schlug vor, wegen der Barrierefreiheit auf Kleinpflaster zu verzichten, ein Lichtkonzept inklusive eines »Lichtrings« zu entwickeln und für einen gestalterisch integrierten Übergang Elemente der Altstadt wie die Farbe des Pflasters zu übernehmen.

Auf Antrag der Grünen sollen Gestaltungsvorschläge für Mobiliar wie Überdachungen, Bänke, Geländer, Werbetafeln oder Abstellanlagen für Fahrräder gemacht werden. Auf die Sicherheit insbesondere der Fußgänger zu achten, war da fast schon obligatorisch.

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