Brackweder Kindergarten entsteht auf dem Firmengelände an der Gütersloher Straße – mit Video
Richtfest am Möllernest

Bielefeld (WB). Nach nur zwei Monaten Bauzeit hat die Unternehmensgruppe Möller gestern am neuen Kindergarten das Richtfest gefeiert. Bereits im August sollen in der Kita Möllernest die Kinder einziehen können.

Freitag, 08.03.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 09:28 Uhr
Richtfest an der Brackweder Kita Möllernest mit (von links) Erik Zurdel (Von-Laer-Stiftung), Investor Dr. Peter von Möller, Joachim Liebe-Freund (Von-Laer-Stiftung), Kita-Leiterin Sabine Winkelbeiner, Denis Rauhut (Geschäftsführer Möller Real Estate) sowie Bauleiter Alexander Bühlen und Geschäftsführer Dirk Wöhler vom Generalunternehmer Archimedes Industriebau. Foto: Peter Bollig

Den Termin stellte der Geschäftsführer der Möller Real Estate, Denis Rauhut, in Aussicht. »Wir sind sehr schnell«, sagte Rauhut mit Blick auf den Richtkranz, der nach nur zwei Monaten über dem Rohbau der beiden Geschosse im gestern sehr stürmischen Wind hing. Angesichts des Zeitplans, das Gebäude im Juli an den Kindergarten-Träger übergeben zu können, »werden sich manche vielleicht die Augen reiben«, sagte der Chef der Immobiliensparte der Möller-Group. »Aber wir sind voll im Plan.«

52 Plätze in drei Gruppen

Rund eine Million Euro nimmt die Unternehmensgruppe um Dr. Peter von Möller in die Hand, um auf dem Firmengelände an der Gütersloher Straße eine »betriebsnahe Kita« zu bauen. Gemeint ist: Kinder von Möller-Mitarbeitern und Unternehmen in der Nachbarschaft, darunter MM Graphia und Böllhoff, haben bei der Vergabe der Kindergartenplätze den Vorzug. Darüber hinaus können aber auch andere Mädchen und Jungen das Möllernest besuchen.

Bis auf zwei Plätze für über Dreijährige sind die Plätze des neuen Kindergartens bereits vergeben, sagte Joachim Liebe-Freund, Geschäftsführer der Von-Laer-Stiftung. Die Stiftung übernimmt die Trägerschaft des Drei-Gruppen-Kindergartens mit 52 Plätzen. Nach den Anmeldungen ist klar: 10 bis 15 Kinder kommen aus den angeschlossenen Unternehmen, die übrigen aus dem Umfeld des Kindergartens.

Dr. Peter von Möller hat vor einigen Jahren bereits ein historisches Gebäude auf dem Firmengelände für eine Kindertagesstätte zur Verfügung gestellt: die Kita am Park, die allerdings keine Plätze gesondert für Mitarbeiterkinder vorhält und vom Kirchenkreis Gütersloh betrieben wird.

Er sei von Beschäftigten – etwa 900 arbeiten am Standort – immer wieder auf Möglichkeiten einer Kinderbetreuung angesprochen worden, erläuterte Rauhut den Gästen – Vertreter aus dem Unternehmen, der Stiftung, der Baufirmen, aus Politik und Stadtverwaltung. »Und weil das Grundstück vorhanden war, konnten wir das sehr schnell umsetzen.«

Das betonte auch Sozialdezernent Ingo Nürnberger: »Wir wollen eine familienfreundliche Stadt sein. Das gelingt auch Dank dieses sozialen Engagements.«

Jeweils 320 Quadratmeter pro Etage kann die neue Kita vorweisen. Im Erdgeschoss sollen zwei Gruppen unterkommen: eine für zehn Kinder unter drei Jahren, eine weitere, gemischte Gruppe mit 20 Jungen und Mädchen. Im Obergeschoss besuchen dann 22 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren die dritte Gruppe. Betreut werden sie von zehn Mitarbeitern um Leiterin Sabine Winkelbeiner.

1600 Quadratmeter Außengelände

Mit einem Außengelände von 1600 Quadratmetern ist sie größer als die meisten anderen Kitas, und auch bei den Betreuungszeiten will man sich abheben und an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientieren, die somit nicht nur von der räumlichen Nähe zu ihren Kindern profitieren.

Das Möllernest soll einen pädagogischen Schwerpunkt bekommen, der aber noch nicht feststehe, wie Erik Zurdel, Bereichsleiter Kindertageseinrichtungen bei der Von-Laer-Stiftung, sagte. Die Stiftung ist Träger von derzeit 13 eigenen Kindergärten sowie einiger weiterer durch ihre Tochterunternehmen. Durch das Möllernest sowie eine Kita in Verl und eine in Oerlinghausen – eine Betriebs-Kita der Firma Gundlach – kommen im Sommer drei dazu.

Für die Möller Real Estate ist dieser Neubau die erste bauliche Veränderung auf dem Firmengelände am Kupferhammer. Denis Rauhut: »Weitere werden folgen.«

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