Probealarm am 7. März in Nordrhein-Westfalen dauert mehr als zehn Minuten
Um 10 Uhr heulen die Sirenen

Bielefeld (dpa/WB). Etwa 4500 Sirenen sollen am Donnerstag um 10 Uhr in Nordrhein-Westfalen auf Kommando heulen. Geplant ist ein landesweiter Probealarm, wie das NRW-Innenministerium erklärte. Zuletzt hatten die Sirenen vor sechs Monaten geheult – beim ersten landesweiten Warntag im September 2018.

Mittwoch, 06.03.2019, 19:04 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 09:16 Uhr
Probealarm in Nordrhein-Westfalen: Am 7. März heulen ab 10 Uhr die Sirenen. Der Alarm dauert mehr als zehn Minuten. Foto: Volker Dau

Zunächst soll um 10 Uhr ein einminütiger Dauerton ertönen, der »Entwarnung« bedeutet. Danach folgt eine fünfminütige Pause. Anschließend ist ab 10.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 10.12 Uhr ein einminütiger Dauerton zur Entwarnung den Probealarm ab.

Kein Alarm in Minden – auch im Kreis Herford bleibt es ruhig

Nicht in allen Städten ertönen die Sirenen: Im Kreis Minden-Lübbecke ist das Sirenennetz zur Warnung der Bevölkerung noch nicht flächendeckend aufgebaut. So sind in Minden, Porta Westfalica, Rahden und Stemwede noch keine Sirenen einsatzbereit, auch andere Kommunen sind noch nicht vollständig abgedeckt

Im Kreis Herford wird es ebenfalls überwiegend ruhig bleiben: zum Beispiel in Löhne. Denn bei dem vorgesehenen Probealarm werden, anders als bei dem Warntag im September 2018, nur stationäre und nicht mobile Sirenen erprobt. Diese gibt es in der Werrestadt nicht.

Stationäre Sirenen gibt es zwar in Vlotho, den Gemeinden Hiddenhausen und Rödinghausen und der Stadt Enger – diese können jedoch noch nicht zentral von der Leitstelle angesteuert werden.

Laut wird es dagegen im Kreis Höxter. »Wenn die Kreisleitstelle das Signal auslöst, werden in den Ortschaften im Kreisgebiet insgesamt 163 Sirenen zeitgleich ertönen«, sagt Matthias Kämpfer, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit beim Kreis Höxter.

Innenministerium investierte etwa 20 Millionen Euro

In den 1990er Jahren waren sie nach dem Ende des Kalten Krieges vielerorts abgebaut worden. In den vergangenen Jahren fand ein Umdenken statt. Für den Wiederaufbau des Sirenennetzes hat das Innenministerium den Kommunen in den vergangenen Jahren 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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