Ablehnungen unvermeidbar – an Gymnasien kein G 9-Effekt
Bielefelder Realschulen verzeichnen erneut hohe Anmeldezahlen

Bielefeld (WB). An den Gymnasien gibt es keinen G 9-Effekt, bei den Sekundarschulen sind die Anmeldezahlen »leicht steigend«. Gesamtschulen dagegen zeigen eine rückläufige Tendenz und Realschulen sind »stabil auf hohem Niveau«.

Samstag, 02.03.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 13:50 Uhr
2290 Anmeldungen gab es an den städtischen Schulen für die Sekundarstufe I, 120 weniger als im Vorjahr. Foto: dpa

Das ist das, was Schuldezernent Dr. Udo Witthaus aus den aktuellen Anmeldezahlen für die städtischen Schulen der Sekundarstufe I herausliest. Die Anmeldefrist ging am Donnerstag zu Ende, Christian Poetting (Schul-Dezernat) schätzt, dass 99 Prozent der Anmeldungen vorliegen – auch wenn das Verfahren formal noch drei Wochen weiter laufe.

2290 Anmeldungen sind eingegangen. Unberührt davon sind die an den privaten Schulen (Marienschule der Ursulinen, Ehrenberg-Gymnasium, Rudolf-Steiner-Schule, Georg-Müller-Schule, von-Bodelschwingh-Schulen Bethel mit einer eigenen Sekundarschule mit insgesamt 13 Zügen und rund 400 Schülern).

Es werde Ablehnungen geben, aber weniger als im Vorjahr – allein schon, weil der Jahrgang um 120 Kinder kleiner sei, sagt Witthaus. Wer eine Ablehnung bekomme, dem würden Alternativen aufgezeigt.

Die Ergebnisse im Einzelnen

An der Sekundarschule Königsbrügge werde es mit Schuljahresbeginn 2019/20 vier Züge geben; 92 Mädchen und Jungen wurden angemeldet. Die Anmeldezahl für die Sekundarschule Gellershagen liegt bei 75. Beide Schulen haben im vergangenen Jahr den Betrieb dreizügig aufgenommen. (Gesamtanmeldezahl: 167/im Vorjahr 173).

An den städtischen Gymnasien wurden 770 Kinder angemeldet (Vorjahr: 825). Das Max-Planck-Gymnasium, das als einziges G 8 (acht statt neun Schuljahre bis zum Abitur) anbietet, hat 106 Anmeldungen bei einer Kapazität von 120 Plätzen.

Die mit 154 meisten Anmeldungen hat das Ceciliengymnasium (Platzkapazität 90), gefolgt vom Gymnasium am Waldhof mit 128 (Kapazität 90), dem Gymnasium Heepen mit 113 (150) und dem Helmholtz-Gymnasium mit 104 (120). Das Brackweder Gymnasium verzeichnet 89 Anmeldungen (90), das Ratsgymnasium 76 (90).

434 Mädchen und Jungen wurden auf den vier städtischen Gesamtschulen angemeldet, zum Schuljahr 2018/19 waren es 512. Auf die Gesamtschule Rosenhöhe entfallen 76, auf die Gesamtschule Quelle 126 (plus 10), auf die Frie­drich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschule 128 und auf die Martin-Niemöller-Gesamtschule 104.  Witthaus sagt, dass die Schildescher Niemöller-Gesamtschule, jetzt noch achtzügig, nach ihrem geplanten Neubau mit den dann nur noch vier Zügen »gut hinkommen« werde.

919 Anmeldungen (2018/19: 912) gingen bei den neun städtischen Realschulen ein. Die größten Überhänge, so Witthaus, verzeichneten die Luisenschule (200 bei Vierzügigkeit) und die Realschule Heepen (165). Noch Kapazitäten dagegen haben die Bosseschule (47), die Realschule Brackwede (69), die Realschule Am Schlehenweg (17) und die Realschule Senne (81). Die Gertrud-Bäumer-Schule hat 87 Anmeldungen, die Theodor-Heuss-Realschule 134, die Realschule Jöllenbeck 129.

Für Kinder, die auf einen Platz an der Luisenschule oder an der Realschule Heepen hofften, müssten Ablehnungen ausgesprochen werden, so Witthaus. Es sei aber wohl davon auszugehen, dass im Realschulbereich zwei oder drei zusätzliche Klassen gebildet werden müssten. »Und es gibt sicher auch Doppelanmeldungen«.

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