FDP und »Bielefelder Mitte« scheitern mit Antrag
Tickets fürs Theater werden teurer

Bielefeld (WB/MiS). Der Rat hat Donnerstag mehrheitlich einer Erhöhung der Ticketpreise für das Theater zugestimmt; FDP und die »Bielefelder Mitte« scheiterten mit ihrem Antrag, an den bestehenden Entgelten festzuhalten.

Freitag, 08.02.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 14:58 Uhr
Das Bielefelder Stadttheater Foto: Philipp Ottendoerfer/Theater

Der Ratsbeschluss geht zurück auf eine Spar-Entscheidung von 2017. Damals war den Bühnen auferlegt worden, ab der Spielzeit 2019/20 einen Konsolidierungsbeitrag von 150.000 Euro durch zusätzliche Einnahmen zu erbringen.

Aus Sicht von Liberalen und der »Bielefelder Mitte« ein Unding. Dorothea Becker (Bielefelder Mitte) erinnerte daran, dass Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) selbst entschieden habe, den mit dem Theater gefundenen Sparkompromiss nicht umzusetzen. Jetzt müsse die Theaterleitung mit 600.000 einen um 85.000 Euro höheren Konsolidierungsbeitrag leisten.

»Wir wollen den Zugang zur Kultur niedrigschwellig halten. Die Einsparvorgabe des Oberbürgermeisters haben wir abgelehnt und lehnen folglich auch die daraus abgeleitete Maßnahme ab«, erklärte FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter.

Familienvorstellungen günstiger

Von der kommenden Spielzeit an sollen die Preise um ein bis zwei Euro pro Karte, bei Premieren um vier oder 4,50 Euro angehoben werden. Es bleibt bei der Unterscheidung zwischen Vorstellungen während der Woche und solchen am Wochenende (freitags bis sonntags). Die teuerste Karte wäre die für eine abendliche Silvestervorstellung der Kategorie 1 mit 87 Euro im Stadttheater. Ansonsten bewegen sich die Kartenpreise fürs Musiktheater zwischen 49 und 14 Euro, im TAM zwischen 37 und 24 Euro. Im TAM-zwei oder -drei müssen 18 Euro gezahlt werden.

Für das Weihnachtsmärchen soll es künftig nur zwei Preiskategorien geben. Für Kita- und Schulvorstellungen mit Ticketpreisen von sieben bis zehn Euro, für die Familienvorstellungen (ab 17 Uhr und an den Wochenenden) zwischen elf und 16 Euro. Hier ist der Preis um 5,50 Euro niedriger als bisher.

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