Bielefelder Mercedes-Fahrer (33) fährt mit ausbrechendem Heck durch die Stadt
Raser liefert sich Rennen mit der Polizei

Bielefeld (WB/hz). Ein 33-jähriger Bielefelder hat sich mit seinem PS-starken Mercedes ein nächtliches Rennen mit der Polizei geliefert. Trotz deutlicher Anhaltezeichen einer Streifenwagenbesatzung raste der Autofahrer mit fast 100 Kilometern in der Stunde durch die Bielefelder Innenstadt und stoppte erst nach knapp eineinhalb Kilometern seine Luxuslimousine.

Dienstag, 05.02.2019, 16:20 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 16:22 Uhr
Symbolbild.

»Der Autofahrer, der mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, nahm keine Notiz von den Stopp-Signalen eines Streifenwagens«, berichtete Polizeisprecher Michael Kötter von dem Fall.

Den Angaben des Polizeisprechers zufolge bemerkte eine Streifenwagenbesatzung am Sonntag gegen 21.40 Uhr in Höhe der Oststraße einen Mercedes CLS, dessen Fahrer über die Oelmühlenstraße raste und weder auf Passanten noch auf andere Autofahrer Rücksicht nahm. An der Einmündung zur Teutoburger Straße hätten die Polizisten den Raser beinahe gestellt, weil der 33-Jährige seinen Mercedes wegen zwei abbiegenden Autos abbremsen musste.

»Dann setzte der Bielefelder seine rasante Fahrt fort und beschleunigte seinen Mercedes so stark, dass das Autoheck leicht zu beiden Seiten ausbrach«, sagte Polizeisprecher Kötter. Bei der Verfolgungsfahrt mit mehr als 90 Kilometern in der Stunde durch die Innenstadt hätten die Polizisten unterschiedliche Signale ihres Streifenwagens eingesetzt, um den Raser zu stoppen. Erst auf der August-Bebel-Straße in Höhe Viktoriastraße habe der Mercedes-Fahrer reagiert und angehalten.

Die Streifenwagenbesatzung zog den Führerschein des Rasers ein und erstattete gegen den Mann Anzeige wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Diesen Straftatbestand regelt der Paragraf 315d des Strafgesetzbuches. Dort steht unter anderem geschrieben: »Wer im Straßenverkehr sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.«

 

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