14. Messe »handmade« mit 180 Ausstellern – mit Video
Das Paradies für Selbermacher

Bielefeld (WB). Stoffe, Garne, Knöpfe, Bänder, Wolle – die 14. Messe »handmade« war am Wochenende wieder ein Anziehungspunkt für alle kreativen Selbermachen, für jeden, der gerne strickt, näht, bastelt oder faltet oder ein Faible für Handgemachtes und Kunsthandwerk hat. 180 Aussteller aus Deutschland und sogar aus dem benachbarten Ausland haben die Besucher in die Bielefelder Stadthalle gelockt.

Sonntag, 03.02.2019, 16:16 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 16:32 Uhr
Umlagert: die Schmuck- und Perlenstände. Schmückendes konnte gekauft oder als Anregung genommen werden. Die passenden Zutaten gab’s zuhauf. Foto: Bernhard Pierel

Mit gut 12.000 Besuchern – wie im Vorjahr – rechnete Lina Deichmann vom Braunschweiger Veranstalter Meetcon, mehr als 13.000 wurden es. Das Einzugsgebiet der »handmade« umfasst längst die gesamte Region. Um attraktiv zu bleiben, gibt es auch immer wieder neue Angebote und neue Aussteller. »Wir wachsen in Bielefeld, das hat sich herumgesprochen.« Auch die mittlerweile zahlreichen Workshops sind beliebt, zumal oft keine vorherige Anmeldung nötig ist: Da konnte man aus Styroporkugeln und Filz Osterdeko basteln, Schnitttechniken lernen oder Schmuckkästchen anmalen. Und auch an den Ständen der Aussteller wurde gerne gezeigt, wie es geht.

180 Aussteller bei der 14. handmade-Messe

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  • 180 Aussteller bei der 14. handmade-Messe
Foto: Bernhard Pierel
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Den Schwerpunkt bildeten wie stets Stoffe und alles, was zum Stricken und Häkeln nötig ist. Beschichtete Baumwolle ist eine Spezialität von Frank Bergs aus Viersen. »Sie eignen sich besonders gut für Tischdecken oder Taschen, weil sie wasserabweisend sind. Anders als Wachstuch sind diese Baumwollen aber waschbar«, erklärt Bergs. Aber es gab bei ihm auch Jerseystoff, Alpenfleece für kuschelige Schlafanzüge, Tüll, bunt bedruckte Baumwolle oder Gobelinstoffe für Möbel.

Wer näht oder strickt benötigt auch Knöpfe. Die hatte etwa Angelika Mester aus Münster im Angebot. Ihr Stand »Anna-liebt-Knöpfe« war stets umlagert. »Alle unsere Knöpfe sind aus Naturmaterialien«, betont sie. Glas, Kokosnuss, Horn, Holz, gebrannter und lasierter Ton und natürlich viel Perlmutt werden verwendet. Wäscheknöpfe gab es ebenso wie Trachtenknöpfe, kleinste Knöpfchen für das Puppenkleid ebenso wie große dekorative Schließen für einen Mantel oder Gewandnadeln für das Cape. »Knöpfe haben schließlich nicht nur eine Funktion, sie sind auch Schmuck und peppen jedes Kleidungsstück auf.« Und wenn man sie auf den Pulloverärmel näht oder eine Kette daraus bastelt.

Wer glaubt, alles an Wolle und Stricknadeln zu kennen, wurde bei Karin Köster eines besseren belehrt: Sie zeigte als Neuheit die Wolle »Plan«, bei der beim Stricken quasi automatisch ein Karomuster entsteht. »Neu sind aber auch unsere Nadeln zum Stricken von Strümpfen. Statt fünf reichen drei Nadeln. Und das Strümpfestricken ist schwer angesagt.« Mitarbeitern Ursula Kauert zeigte Kundinnen zudem, wie man mit der doppelten Häkelnadel arbeitet. »Der Vorteil: Das Gehäkelte wird sehr kompakt und hält warm, weil dadurch keine Luft geht.«

An Wildners Neuheiten-Stand faszinierten die doppelten Schirme, die nicht nur schöne Ansichten von unten bieten, sondern so zugeklappt werden, dass die beregnete Seite innen ist. »Da bleiben Hose und Mantel trocken«, warb Helga Wildner. Bei »Zipfel­schick« gab es mit kleinen Blüten, Vögelchen, Häschen und Wichteln einen Vorgeschmack auf den Frühling. Und wer mochte, konnte auch die »Zutaten« zum Basteln kaufen. Die Anleitung gab’s dazu.

Bei »Friedas Werkstattladen« aus Bielefeld durften die Besucher selbst Geschirrtücher oder Jutebeutel mit Siebdruck verzieren und mit Hilfe eines Siebdruckrahmens etwa die Koordinaten der Sparrenburg aufbringen. »Die meisten trauen sich aber nicht und überlassen es mir«, sagte Nicole Köhring. Als Hingucker erwiesen sich auch Decken, Sets oder Bilder aus Patchwork, die skulpturalen Lichtobjekte aus Holt des Bielefelders Frank Ruwe, finnische Papiergarne, alte Tischwäsche, Wickelröcke, und, und, und.

Der Termin für die nächste »handmade« steht schon fest: 1. und 2. Februar 2020.

Kommentare

Fritz-Walter Wollner  wrote: 07.02.2019 08:32
Kreative Menschen sind glücklicher
In jedem Menschen steckt eine Kreative Seite. Man muß sie nur entdecken. Diese Messe hilft dabei. Es lohnt sie zu besuchen. Die Aussteller waren alle sehr zuvor kommen und nett; Sicher standen sie oft auch unter Stress durch Besucherandrang. Die Messe sollte aber auch nicht teuerer werden. Denn ganz schnell hat man etwas zuviel aus gegeben als geplant.
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