Restaurant verlässt Fachwerkhaus »1550« nach einem Jahr – Eigentümer sucht Pächter
»Patron« zieht in die Altstadt

Bielefeld (WB/mp). Das war ein kurzes Gastspiel: Nach nur einem Jahr hat das Brackweder Restaurant »Patron via 1550« wieder geschlossen. Ein letztes Mal begrüßte Geschäftsführer Thomas Manolis (32) Ende Januar Gäste in dem historischen Gebäude, Hauptstraße 27, aus dem Jahre 1550.

Sonntag, 03.02.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 14:00 Uhr
Da waren sie noch zuversichtlich (von links): Armine Christopher Nöthe, Vermieter Walter Göke und Thomas Manolis mit dem Patron-Schriftzug im Dezember 2017. Foto: Markus Poch/Archiv

Dabei waren er und sein Geschäftspartner, der Arminia-Fußballprofi Christopher Nöthe (30), im Dezember 2017 mit Elan und großen Erwartungen dort eingezogen, wollten gehobene griechische und internationale Spezialitäten in Brackwede etablieren. Doch das heimische Publikum konnte mit dem Speisekonzept, den neuen Möbeln und der veränderten Beleuchtung offenbar nicht viel anfangen.

»Zu groß, zu laut, zu teuer«, urteilten manche Gäste, die das einstige Gourmet-Lokal noch als »1550« unter der Regie des Kochs Holger Busch kennen und schätzen gelernt hatten. Der Parkplatz vor dem Restaurant blieb deshalb im Jahre 2018 allzu oft verwaist.

Ziel ist die Eröffnung unter neuer Regie schon zum 1. März

»Unsere Vorstellungen einer jüngeren Gastronomie haben einfach nicht nach Brackwede gepasst«, sagte Thomas Manolis dem WESTFALEN-BLATT. Außerdem habe es zwischen ihm und Eigentümer Walter Göke (80) »nicht immer gestimmt«. Aber das Ende in Brackwede soll gleichzeitig ein Neuanfang in Bielefeld sein: »Das Patron zieht in die Altstadt«, verspricht Manolis. »Ich habe da bereits geeignete Räume im Auge. Es sieht gut aus, aber unterschrieben ist noch nichts.«

Derweil steht Walter Göke wieder da, wo er schon Anfang 2017 stand: ohne Pächter vor seinem leeren Gasthaus. »Und den Richtigen zu finden, ist gar nicht so einfach«, sagt er. In Thomas Manolis, Sohn der Eheleute Lambros und Ekaterini Manolis, die in Senne das beliebte griechische Restaurant Marathon betreiben, glaubte er, einen langfristigen Pächter gefunden zu haben.

Doch nun geht die Suche von vorne los. Göke will die bewährte Bestuhlung wieder einräumen und würde das Restaurant gerne schon zum 1. März unter neuer Regie eröffnen.

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