Zwei schwer verletzte Insassen – zwei Spuren seit 9.30 Uhr wieder frei – Schwierige Bergung
Lkw-Fahrer kracht in Mittelleitplanke – A2 wieder frei

Bielefeld (WB). Zwölf Stunden nach dem schweren Lkw-Unfall am späten Donnerstagabend auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Hannover, bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden, sind zumindest zwei der drei Fahrspuren wieder freigegeben. Am Freitag ab 9.30 Uhr war damit nur noch eine Spur dicht. »Die zerstörte Mittelleitplanke muss noch repariert werden«, sagt Polizeisprecherin Hella Christoph.

Freitag, 01.02.2019, 06:32 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 10:30 Uhr
Ein Lkw-Fahrer hat am Donnerstagabend auf der A2 in Bielefeld die Kontrolle über seinen Lkw verloren und ist mit der Mittelleitplanke kollidiert. Foto: Tim Möllermann

Ein Lkw war am Donnerstag gegen 21.15 Uhr zur Seite gekippt und stürzte auf die Mittelleitplanke. Zwei Insassen aus Polen wurden schwer verletzt. »Lebensgefahr besteht nicht«, berichtete Hella Christoph.

Ein polnischer Sattelzug war am Donnerstagabend gegen 21.15 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in die Mittelleitplanke gekracht und kippte auf die Seite. Der polnische Fahrer (58) und sein 34-jähriger Beifahrer wurden schwer verletzt, einer der beiden Insassen musste von der Feuerwehr aus dem havarierten Führerhaus befreit werden.

»Um Informationen zum Unfallhergang und zur Ursache zu erlangen, sicherten wir die Fahrerkarte des Lkw.«, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die Unfallermittlungen dauerten in der Nacht noch an. »Wir gehen davon aus, dass der Sattelzug alleinbeteiligt war.« Die verletzten Insassen wurden notärztlich und rettungsdienstlich an der Unfallstelle erstversorgt und kamen in ein Krankenhaus. Vor Ort war auch ein Notarzt vom Rettungshubschrauber Christoph 13, der mit einem Notarzteinsatzfahrzeug zur Unfallstelle eilte.

Die Autobahn wurde voll gesperrt. Laut Polizeiangaben entstand ein Rückstau von etwa sechs Kilometern. In der Gegenrichtung wurden die beiden rechten Fahrstreifen freigegeben.

Für die Bergung des Havaristen wurde ein spezielles Bergungsunternehmen alarmiert, sagte der Polizeisprecher. »Wir hoffen, dass der mit Fleisch beladene Sattelzug an einem Stück aufgerichtet werden kann und nicht auseinanderbricht. Wie lange die Sperrung andauert, können wir nicht abschätzen.« Der Schaden liegt bei 100.000 Euro, auch die Fleischladung wird wohl nicht mehr zu gebrauchen sein. Ein Havariekommissar der Polizei wurde ebenfalls eingeschaltet, der die Bergung betreute.

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