Projektil durchschlägt Scheibe einer Tür – Spurensicherung untersucht Stadtbahnzug Ermittlungskommission nach Attacke auf Stadtbahn

Bielefeld (WB/hu). Nach der erneuten Attacke auf eine Stadtbahn richtet die Polizei eine Ermittlungskommission ein. Diese soll den aktuellen Fall sowie den von Samstagabend bearbeiten. Aktuell untersucht die Spurensicherung den Stadtbahnzug, in dessen Seitenscheibe am Montag ein Projektil ein Loch geschlagen hat.

Die Spurensicherung untersucht den Stadtbahnzug.
Die Spurensicherung untersucht den Stadtbahnzug. Foto: Hendrik Uffmann

Am Montagabend hatte ein Projektil die Scheibe einer Tür einer Bahn der Linie 1 durchschlagen und war in den Innenraum eingedrungen. Verletzt wurde niemand. Ereignet hatte sich der Vorfall gegen 19.17 Uhr zwischen den Haltestellen Landgericht und Rathaus, als das Projektil durch die Scheibe der voll besetzten Bahn drang.

Die Bahn stoppte an der Haltestelle Rathaus, wo die Polizei sofort die Ermittlungen aufnahm. Um was für eine Art von Projektil es sich genau handelt und mit was für einem Gerät es abgefeuert wurde, steht nach wie vor nicht fest. Polizei-Sprecherin Hella Christoph bestätigte jedoch, dass es sich nicht um ein Geschoss aus einer Schusswaffe handelt. Die Beamten stellten einen nagelartigen Gegenstand sicher. Ob dieser der Gegenstand ist, der die Stadtbahn-Scheibe durchschlagen hat, müsse jedoch noch ermittelt werden, so Hella Christoph.

Der Stadtbahnzug war für die weiteren Ermittlungen in das Mobiel-Depot nach Sieker gebracht worden. Der Fahrer erlitt laut Schöniger einen leichten Schock und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.

Foto: Hendrik Uffmann

Verspätungen auf allen Stadtbahnlinien

Durch den Vorfall hatte es am Montagabend auf allen Stadtbahnlinien Verspätungen gegeben. Erst am Samstagabend war es, wie berichtet, auf der Stadtbahnlinie 4 zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Auch dort hatte ein Gegenstand ein Loch in die Seitenscheibe einer Stadtbahngeschlagen, war aber nach ersten Ermittlungen nicht in den Fahrgastraum eingedrungen.

Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorkommnissen gibt, stehen noch nicht fest, sagte Polizeisprecherin Hella Christoph. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

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