Polizei-Einsatz in Bielefeld nach Auseinandersetzung im Zug – Stopp in Melle St.-Pauli-Fans verpassen das Spiel

Bielefeld/Melle (WB/HHS). Um die 200 Fußball-Fans des FC St. Pauli haben am Sonntag nicht den 2:1-Erfolg ihrer Zweitliga-Mannschaft im Stadion feiern können. Nach ihrer Ankunft mit dem Zug in Bielefeld waren sie von der Bundespolizei in einer so genannten »einschließenden Absperrung« auf den Stufen zum Neuen Bahnhofsviertel gestoppt worden.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Nach Angaben von Polizei-Sprecher Carsten Bente war die Maßnahme notwendig gewesen, um Täter zu ermitteln, die während der Fahrt von Osnabrück nach Bielefeld in einer Regionalbahn mit Beamten der Bundespolizei aneinandergeraten waren. Die den Zug begleitenden Polizisten seien von einem oder mehreren Hamburger Fans provoziert worden, es sei zu »Schubsereien« gekommen.

Regionalbahn in Melle angehalten

Um die Identität des oder der Aggressoren festzustellen, sei die Bahn im Bahnhof Melle gestoppt worden. Sofort hätten sich alle weiteren Fans, die sich ebenfalls in dem Zug befanden, mit den mutmaßlichen Tätern solidarisiert. »Die Beamten sind körperlich angegangen worden, auch mit PVC-Rohren, die eigentlich für Fahnen oder Transparente benutzt werden«, sagte der Sprecher der Bundespolizei.

In Melle seien Polizisten der Landespolizei Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie der Bundespolizei Osnabrück hinzugezogen worden. Es hätten Gleise gesperrt werden müssen, weil Fans zwischenzeitlich das Gleisbett betreten hatten.

Stopp im Neuen Bahnhofsviertel

Als sich die Lage wieder beruhigt habe, seien die Fans in den Zug zurückgekehrt. Die mutmaßlichen Haupttäter seien allerdings in der Masse der Fans untergetaucht, ohne dass ihre Personalien festgestellt werden konnten. Deshalb habe die Bundespolizei weitere Verstärkung seitens der Landespolizei NRW angefordert, um in Bielefeld die Identitäten der Fans zu überprüfen.

Mit dem Zug anreisende Fans werden normalerweise durch das Neue Bahnhofsviertel zur Alm geleitet. Für die betroffenen St. Paulianer war dieses Mal hier allerdings Endstation, nur Kinder und Jugendliche waren davon ausgenommen.

Verletzte habe es auf beiden Seiten keine gegeben. Die Abreise sei bis zum frühen Abend, als die Identitätsfeststellung immer noch lief, friedlich verlaufen.

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