Mindestens 1,5 Millionen Euro müssten aufgewendet werden, um die Sanierung abzuschließen
Zwei Interessenten für den Ratskeller

Bielefeld (WB/MiS). Jahrelang war die Zukunft des Bielefelder Ratskellers ungewiss. Jetzt gibt es gleich zwei Interessentengruppen, die dort ganz unterschiedliche gastronomische Konzepte verwirklichen wollen.

Freitag, 26.10.2018, 04:00 Uhr
Bis 2012 wurde im Ratskeller irisches Bier ausgeschenkt. Seit der Schließung des »Irish Pub« steht das 1000 Quadratmeter große Gewölbe leer, befindet sich im Rohbau-Zustand. Foto: Pierel/Archiv

Sascha Berg, Daniel Elsner und Marcel Lossie sind bekannt durch die Bielefelder Event-Agentur Fast Forward. Sie können sich vorstellen, im Ratskeller einen eigenständigen Restaurantbetrieb zu eröffnen. Deftig-kräftig würde es zugehen, sollten der Bad Salzufler Gastronom Frank Baus und ein Geschäftspartner den Zuschlag erhalten. Baus betreibt in der Nachbarstadt das Gasthaus »Hofbräu am Ostertor« in traditionell bayerischem Ambiente. Ähnliches könnte in Bielefeld realisiert werden.

2016 hatte es schon einmal Überlegungen gegeben, ein Paulaner-Brauhaus im Ratskeller einzurichten. Diese Pläne hatten sich dann aber zerschlagen, weil das Gewölbe nicht schnell genug hergerichtet werden konnte.

Am kommenden Donnerstag tagt erneut die Arbeitsgruppe Ratskeller, der Mitglieder des Betriebsausschusses Immobilienservicebetrieb (ISB) angehören und wo beide Konzepte bereits vorgestellt wurden. Noch ist nicht klar, ob sie an diesem Tag bereits eine Empfehlung abgeben wird, wer den Zuschlag erhalten soll.

2012 zog mit dem »Irish Pub« der letzte Pächter aus

Das liegt auch daran, dass noch offen ist, wie viel Geld in die weitere Renovierung des Ratskeller-Gewölbes gesteckt werden muss. Bisher befinden sich die Räume im Rohbau-Zustand. Im Wirtschaftsplan des Immobilienservicebetriebes stehen zurzeit 1,5 Millionen Euro bereist, um die 1000 Quadratmeter großen Räumlichkeiten so herzurichten, dass ein Gastronomie-Betrieb einziehen kann. Am Ende könnte aber doch mehr Geld aufgewendet werden müssen, das erst noch bewilligt werden müsste.

Bisher fehlen im Ratskeller sanitäre Anlagen, Lüftung und Lichtinstallation. Teil der Verhandlungen mit den möglichen Pächtern wird auch sein, ob der Immobilienservicebetrieb eine Küche einbaut oder diese vom künftigen Nutzer nach seinen Bedürfnissen installiert wird. Daran hängt, wie hoch die Pachtzahlungen ausfallen.

Beide Bewerber haben großes Interesse an einer Außengastronomie, die sowohl auf dem Rathaus-Vorplatz wie auch im Innenhof des Alten Rathauses angesiedelt sein könnte.

2012 zog mit dem »Irish Pub« der letzte Pächter aus, seitdem steht der historische Ratskeller von 1904 leer.

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