Stadt favorisiert Martin-Niemöller-Neubau – Vorstellung in der Politik
Eine Schule, zwei Grundstücke

Bielefeld (WB/bp). Der städtische Immobilienservicebetrieb (ISB) favorisiert einen Neubau der Martin-Niemöller-Gesamtschule auf zwei Grundstücken, die allerdings durch die Straße An der Reegt und weitere, bebaute Grundstücke voneinander getrennt sind.

Mittwoch, 26.09.2018, 09:00 Uhr
Das Gebäude der Martin-Niemöller-Schule aus dem Jahr 1976 gilt als nicht mehr sanierungsfähig. Foto: Thomas F. Starke

In Anspruch genommen werden sollen demnach das Grundstück des heutigen Fußballplatzes und der Park & Ride-Flächen an der Apfel- Ecke Westerfeldstraße und ein weiteres Grundstück an der Ecke Apfelstraße/ An der Reegt. Beide Flächen befinden sich im Eigentum der Stadt. Der Betriebsausschuss Immobilien beschäftigt sich als erstes politisches Gremium am 2. Oktober mit den geplanten Grundstücken; in Aussicht gestellt wird aber auch eine spätere Sondersitzung.

Vier Varianten seien untersucht worden, umsetzbar sei der Neubau der Martin-Niemöller-Gesamtschule. Dabei handelt es sich aber immer jeweils um die Flächen »Sportplatz« (A), das Grundstück Apfelstraße/An der Reegt (B) in Kombination, das Bestandsgrundstück und eine Ergänzung durch ein angrenzendes Grundstück An der Reegt, das sich allerdings nicht im Besitz der Stadt befindet (Tödtheide).

Für Neubauten auf den Grundstücken an der Westerfeldstraße und An der Reegt/Apfelstraße spreche, so der Immobilienservicebetrieb, dass auf dem Grundstück B (Apfelstraße/An der Reegt die Jahrgangsstufen 5 und 6 in einem eigenen Stufenhaus »in behüteter Lernatmosphäre mit eigenem Pausenbereich« untergebracht werden könnten. Platz finden könnten dort auch Mensa und Stadtteilbibliothek. Dadurch könnte die Bebauung auf dem heutigen Sportplatz-Areal, so die Bauverwaltung, »deutlich gelockert und die Außenflächen für den Schulhof vergrößert werden«.

Die vorhandenen Sporthallen sollen auch in Zukunft weiter genutzt werden.

Umbau wird als »nicht wirtschaftlich« eingeschätzt

Als nachteilig angesehen wird die räumliche Trennung des Grundstückes Westerfeldstraße von den Sporthallen und von der Stadtbahnhaltestelle.

Der Umbau des Gebäudes der Martin-Niemöller-Gesamtschule aus dem Jahr 1976 wird von der Stadt als »nicht wirtschaftlich« eingeschätzt. Eine grundsätzliche Neugestaltung der Grundflächen im Sinne einer künftigen pädagogischen Ausrichtung würde, sagt der ISB, »einen vollständigen Abbruch erforderlich machen«. Das Gebäude stehe unter Denkmalschutz, aber: »Zulässig ist der Abbruch, aber keine wesentlichen Änderungen am Gebäude.«

Würde das bestehende Schulgebäude umgebaut und saniert, müsse es eine Zwischenlösung für die jahrelange Bauphase geben: eine Container-Schule. Der ISB geht dafür von Vorbereitungs- und Mietkosten in Höhe von zehn Millionen Euro aus.

Die Martin-Niemöller-Gesamtschule wird aktuell achtzügig geführt, wünsche aber eine Reduzierung auf Sechszügigkeit. Mit Ablauf des Schuljahres 2024/25 würde der letzte achtzügige Jahrgang die Schule verlassen.

Ausdrücklich betont wird, dass am Beratungsprozess für die neue Martin-Niemöller-Gesamtschule von Juni 2017 bis April 2018 nicht nur Behörden und Politik, sondern auch Schulleitung, Lehrerkollegium, Schulsozialarbeit, Schülervertretung und Elternvertretung beteiligt gewesen seien.

Der Rat hatte im September 2016 beschlossen, die Mittel aus dem Programm »Gute Schule 2020« für den Neubau der Martin-Niemöller-Gesamtschule einzusetzen: rund 40 Millionen Euro.

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