Schildescher Straße: Überführung wird im November »eingeschoben« Brücke in Fertigbauweise

Bielefeld (WB). In der zweiten Novemberhälfte sollen die beiden Stahlrahmen, die die künftige Eisenbahnbrücke Schildescher Straße bilden, in die Unterführung eingeschoben werden. Dafür muss die Nowgorodstraße gesperrt werden – wie lange, das unter anderem soll in einem Gespräch zwischen Deutscher Bahn, Bauunternehmen und Stadt in dieser Woche geklärt werden.

Von Burgit Hörttrich
Auf der Freifläche zwischen Campus Handwerk und Stadtwerke-Hochhaus entsteht der Brücken-Neubau vor Ort.
Auf der Freifläche zwischen Campus Handwerk und Stadtwerke-Hochhaus entsteht der Brücken-Neubau vor Ort. Foto: Mike-Dennis Müller

Alle Arbeiten lägen im Zeitplan, versichert Michael Storat, Oberbauleiter für die Heinrich Walter Bau GmbH – sowohl die an der Überführung Schildescher Straße als auch die für die Brücken Von-der-Recke-Straße und Schillerstraße. Der Einschub der Betonrahmen werde aus Richtung Herforder Straße und aus Richtung Nowgorod-/Schildescher Straße erfolgen.

Der Brückenersatz wird vor Ort gebaut: der eine Teil im gesperrten Bereich Schildescher Straße, der andere auf der Freifläche vor dem Campus Handwerk (Kreisel Schildescher Straße). Die Fertigteile würden per Kran auf einen 16-achsigen Schwertransporter gehoben, der sie Millimeter für Millimeter in die Unterführung fahren soll. Storat: »Ein erprobtes und bewährtes Verfahren.«

Spezielle Spur wird aufgeschüttet

Weil Nowgorod- und Schildescher Straße ein leichtes Gefälle aufweisen, der Transport aber auf absolut ebener Strecke erfolgen müsse, werde für den 16-Achser eine spezielle Spur aufgeschüttet.

Grund für die »Fertigbauweise« seien die Oberleitungen, die komplett verlegt werden müssten, um einen Einbau von oben wie an den beiden anderen Brückenbaustellen möglich zu machen.

Die Bahnüberführung über die Schildescher Straße besteht aus vier Teilbrücken, die nacheinander in den Jahren von 1847 bis 1906 gebaut wurden. Nach der letzten Begutachtung im Jahr 2010 wurden alle Bauwerksteile wegen ihrer Risse und offenen Fugen in die schlechteste Zustandskategorie 4 eingeordnet. Die lichte Höhe der Überführung liegt bei 4,70 Meter. Auch nach dem Einbau des neuen Brückenbauwerkes bleibt die Schildescher Straße mit Geh- und Radwegen so erhalten wie sie vorher war.

Erster Bauabschnitt im März fertig

Der erste Bauabschnitt für alle drei Brücken soll am 15. März 2019, 22 Uhr, beendet sein. Alle Gleise, die durch Bielefeld führen, werden dann für 56 Stunden bis zum 18. März, 6 Uhr, für den Zugverkehr komplett gesperrt. Innerhalb dieser 56 Stunden wird der Bahnverkehr auf andere Gleise umgelegt – samt Weichenregelung und Oberleitungen.

Die Gleise, die jetzt befahren werden, liegen auf der Ostseite der Trasse, Mitte März erfolgt dann der Wechsel auf die aktuell total gesperrte Strecke. Im Oktober 2019 sollen alle Gleise wieder frei gegeben werden. Die Gesamtkosten werden von Seiten der Bahn mit 30 Millionen Euro angegeben.

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