Abriss von Ladenzeile und Radstation – Machbarkeitsstudie geplant Änderungen im Umfeld des Bahnhofs

Bielefeld (WB). Die ehemalige Gepäckabfertigung am Hauptbahnhof, in der die Radstation untergebracht ist, soll nach Angaben der Deutschen Bahn im nächsten Jahr abgerissen werden. Die Bahn benötigt Platz, weil auf einem weiteren bahneigenen Grundstück – voraussichtlich ab 2020 – ein neues Intercity-Hotel mit 190 Zimmer errichtet werden soll.

Von Burgit Hörttrich
Die Ladenzeile soll weichen, um den Neubau eines Intercity-Hotels Platz zu machen.
Die Ladenzeile soll weichen, um den Neubau eines Intercity-Hotels Platz zu machen. Foto: Thomas F. Starke

Errichtet werden soll das neue Hotel da, wo sich heute an das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes in Richtung Feilenstraße die Ladenzeile anschließt; sie wurde an den Hotel-Investor (GBI AG) verkauft.

Die Deutsche Bahn benötigt neue Flächen für ihren Wertstoffhof, Teil der Ladenzeile, und möchte zusätzliche Einzelhandelsflächen als Ersatz für die Geschäfte und Lokale schaffen, die abgerissen werden. In einer gemeinsamen Sitzung, an der unter anderem Stadt, Deutsche Bahn, Verkehrsverbund und Mobiel als Betreiber der Radstation teilgenommen haben, habe man sich grundsätzlich über eine Weiterentwicklung des Bahnhofsumfeldes verständigt, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Neubau einer Radstation geplant

Die Stadt plant den Neubau einer Radstation mit ihren heute 300 Plätze, bevorzugt als sogenannte Mobilstation, die mehrere Verkehrsmittel – vom E-Bike bis zum Carsharing – miteinander verknüpft. Stadt und Mobiel seien daran interessiert, die Radstation am Standort Hauptbahnhof zu modernisieren und mehr Platz zu schaffen.

Deshalb sollen Fördermittel beim Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe beantragt werden. Zunächst einmal für eine Machbarkeitsstudie. Über dieses Vorhaben wurde der Stadtentwicklungsausschuss informiert. Die neue Station solle »im Bereich des heutigen Standortes entstehen«. Der Förderantrag soll noch vor der politischen Sommerpause gestellt werden.

Grundsätzlich seien sich die Teilnehmer an der Sitzung einig gewesen, dass nur der Abriss des baulich maroden ehemaligen Güterschuppens eine Modernisierung möglich macht. Untersucht werden sollen aber auch andere mögliche Standorte im Bahnhofsumfeld.

Zwischenlösung für Radfahrer

Wenn die heutige Radstation abgerissen, die neue dann womöglich noch nicht fertig gestellt ist, solle es eine Zwischenlösung für Radfahrer geben, damit Zweiräder sicher und trocken abgestellt werden können.

Per Ratsbeschluss hat sich die Stadt einer Erhöhung des Radverkehrsanteils von aktuell 18 auf 30 Prozent (bis 2030) verschrieben. Dieses Ziel, so das Amt für Verkehr, könne nur durch eine Erweiterung der Infrastruktur erreicht werden. Dazu gehöre auch ein »hochwertiges Angebot an Abstellanlagen im Umfeld attraktiver Ziele und an Verknüpfungspunkten« – wie eben dem Hauptbahnhof.

Aber eben auch dem Jahnplatz: Dort gibt es Vorplanungen, aus dem heutigen Jahnplatz-Forum ein Fahrradparkhaus mit Werkstatt zu machen.

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