3000 Menschen kommen laut Veranstalter zur Mai-Kundgebung Mehr Flexibilität bei Tarifabschlüssen gefordert

Bielefeld (WB/MiS). Wichtige Aufgabe der Gewerkschaften sei es in den kommenden Tarifrunden, noch mehr Flexibilität für die Beschäftigten zu erreichen, sagte Alexander Kirchner, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG am Dienstag bei der Mai-Kundgebung des DGB in Bielefeld.

Am Morgen kamen die Teilnehmer in den Ravensberger Park marschiert.
Am Morgen kamen die Teilnehmer in den Ravensberger Park marschiert. Foto: Müller

Rund 3000 Menschen waren nach Veranstalterangaben dem Aufruf des Gewerkschaftsbundes gefolgt und zu der Veranstaltung in den Ravensberger Park gekommen.

Kirchner sagte, es müsse bei den Tarifabschlüssen mehr Wahl-Modelle geben, so, wie sie seine Gewerkschaft bei den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zuletzt durchgesetzt habe. Dort konnten die Beschäftigten wählen, ob sie 2,6 Prozent mehr Lohn, die wöchentliche Arbeitszeit reduzieren oder sechs Tage mehr Jahresurlaub erhalten wollten.

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) sagte in seinem Grußwort an die Kundgebungsteilnehmer, heute sei es für viele nicht mehr selbstverständlich, sich in einer Gewerkschaft zu organisieren. »Dabei sorgen nur Gewerkschaften und Betriebsräte dafür, dass die Interessen der Arbeitnehmer auch wahrgenommen werden.«

Für eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns setzte sich DGB-Stadtverbandsvorsitzender Dirk Toepper ein: »8,84 Euro sind zu wenig.«

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat indes Tarifverträge für möglichst alle Beschäftigten gefordert. Nur so lasse sich verhindern, dass einzelne nicht tarifgebundene Unternehmen »mit Dumpinglöhnen Schmutzkonkurrenz betreiben.« Das sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann auf der DGB-Hauptkundgebung in Nürnberg.

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