Fußballfans aus Kaiserslautern sollen von Beamten provoziert, beleidigt und geschlagen worden sein Massive Vorwürfe gegen die Polizei

Bielefeld (WB). Nach dem Zweitliga-Fußballspiel Arminia Bielefeld gegen den 1.FC Kaiserslautern (3:2 für den DSC) erhebt die Kaiserslauterner Fanvereinigung »Rot-Weiße Hilfe« schwere Vorwürfe gegen Polizisten.

Von Jens Heinze
Polizisten von Einsatzhundertschaften aus Bielefeld und Dortmund vor der Schüco-Arena.
Polizisten von Einsatzhundertschaften aus Bielefeld und Dortmund vor der Schüco-Arena. Foto: Thomas F. Starke

Wie die Kaiserslauterner Fanvereinigung »Rot-Weiße Hilfe« im Internet mitteilt, würden rechtliche Schritte gegen an der Schüco-Arena eingesetzte Polizisten geprüft. Nach Informationen dieser Zeitung richten sich die Vorwürfe gegen Beamte der Einsatzhundertschaften Bielefeld und Dortmund.

»Eingekesselt und brutal angegriffen«

Diesen wirft die Fanvereinigung vor, etwa 80 FCK-Fans auf dem Weg zum Gästeblock »eingekesselt und unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock brutal angegriffen« zu haben.

Die uniformierten Einsatzkräfte sollen vor, während und nach dem Fußballspiel am Freitagabend vor dem Gästeblock der Schüco-Arena Kaiserslauterner Anhänger eingekesselt, mit Schlagstöcken und Pfefferspray verletzt, bei Festnahmen provoziert und beleidigt haben. Und das aus nichtigem Anlass, wie die »Rot-Weiße Hilfe« sagt: »Auslöser war eine Bierdose, die abgegeben werden sollte, noch bevor überhaupt die Einlasskon­trollen erfolgten«

80 Ultras kontrolliert

Die Polizei Bielefeld hatte bereits am Freitagabend nach Abpfiff in einer Mitteilung bekannt gegeben, die Personalien von etwa 80 Kaiserslauterner Ultra-Fans festgestellt zu haben . Anlass sei die Körperverletzung an einem Mitarbeiter des DSC-Ordnungsdienstes gewesen. Als Polizisten eingegriffen hätten, sei es zu »massiven Widerstandshandlungen« von FCK-Ultras gekommen, berichtete Polizeisprecher Achim Ridder. Bei den folgenden Auseinandersetzung seien zwei Polizisten und zwei Ultras verletzt worden.

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