Neunter Bielefelder Integrationspreis soll gesellschaftliche Beteiligung stärken »Füreinander und miteinander«

Bielefeld (WB). Für Sozialdezernent Ingo Nürnberger ist die Verleihung des Bielefelder Integrationspreises in jedem Jahr »eine der größten Veranstaltungen und Ehrungen« der Stadt. Das zeige die Bedeutung der Auszeichnung. Ab sofort sind Bewerbungen für den Integrationspreis 2018 möglich.

Von Stefan Biestmann
Foto: Stefan Biestmann

Zum neunten Mal werden die besten Beispiele der Integration in Bielefeld ausgezeichnet. Geehrt werden Menschen und Organisationen, die sich um das Zusammenleben in der Stadt verdient gemacht haben. Initiatoren des mit 10 000 Euro dotierten Preises sind der Integrationsrat, die Stadt Bielefeld und die Stiftung Solidarität.

Das Motto in diesem Jahr lautet »Miteinander – füreinander – Integration ist Beteiligung«. Für Zuwanderer und für die einheimischen Menschen sei das Miteinander sehr wichtig, sagt Nilgün Isfendiyar, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums zum diesjährigen Motto. Und es sei bedeutend, dass die Menschen füreinander da sind. Dabei sei auch eine Begegnung auf Augenhöhe wichtig. Denn Integration sei »kein einseitiger Prozess«, weiß auch Viola Obasohan (Inte­grationsrat). »Jeder kann sich einbringen.«

Nürnberger: »Kritisches muss angesprochen werden«

Die gesellschaftliche Beteiligung der Zuwanderer sei für die Stadt immanent wichtig, sagt Ingo Nürnberger. Deshalb sollten mit dem Inte­grationspreis auch Menschen geehrt werden, die Migranten bei dieser Beteiligung unterstützten. Denn so könnten noch mehr Menschen in Bielefeld auch Verantwortung übernehmen.

Es sei aber auch wichtig, zu schauen, wo Integration nicht wie gewünscht funktioniere. »Kritisches muss angesprochen werden«, sagt er. Und die Stadt fördere finanziell besonders Moscheevereine und Migranten-Organisationen, die sich für die Integration in der Stadt engagieren.

Bewerbungen bis zum 15. September möglich

Zur Jury des Integrationspreises gehören neben Ingo Nürnberger, Nilgün Isfendiyar und Viola Obasohan auch Mehmet Ali Ölmez und Murisa Adilovic (beide Integrationsrat) sowie Franz Schaible, Harry Domnik und Norbert Müller (alle Stiftung Solidarität). Die Stiftung Solidarität sei einer der Garanten des Integrationspreises, lobt Integrationsratschef Mehmet Ali Ölmez. Die Stiftung sprang vor ein paar Jahren ein, als sich die Stockmeier-Stiftung als Sponsor zurückzog. »Der Integrationspreis ist fester Bestandteil in Bielefeld. Und ich bin fasziniert von der großen Beteiligung«, sagt auch Harry Domnik.

Beteiligung ist auch das Stichwort des Preises 2018. Murisa Adilovic betont, dass von einer Beteiligung auch die Stadt insgesamt profitiere. »Dann können wir für alle eine bessere Zukunft gestalten.«

Der Integrationspreis steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Pit Clausen und wird am 29. November im Großen Saal des Rathauses verliehen. Bewerbungen und Vorschläge sind bis zum 15. September möglich. Das Formular kann im Internet heruntergeladen werden.

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