In Sudbrack beginnt Glasfaserausbau – Anschluss zunächst kostenlos
Stadtwerke investieren 280 Millionen in digitale Zukunft

Bielefeld (WB). Bielefelds Glasfaser-Zukunft beginnt in Sudbrack. Dort starten die Stadtwerke am 2. Juli mit dem Ausbau ihres Glasfasernetzes. 280 Millionen sollen bis 2027 im gesamten Stadtgebiet investiert werden.

Donnerstag, 19.04.2018, 12:00 Uhr
Vom Stadtwerke-Hochhaus reicht der Blick bis Sudbrack (von links:) Stadtwerke-Geschäftfsführer Friedhelm Rieke, Bitel-Chef Josef Glöckl-Frohnholzer, Stadtwerke-Co-Geschäftsführer Martin Uekmann, OB Pit Clausen und Projektleiter Dr. Ingo Kröpke. Foto: Thomas F. Starke

Der Start erfolgt im Bereich zwischen der Jöllenbecker Straße im Westen, im Norden unterhalb der Schuckertstraße, dem Grüngürtel Sudbrack-Bach im Westen und Am Meierteich/Grasweg im Süden. Damit möglichst alle 2000 Haushalte in dem Gebiet mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz versorgt werden, erhalten Hausbesitzer, die sich in der Vermarktungsphase vom 1. Mai bis 31. Juli 2018 für einen Glasfaseranschluss entscheiden, das Glasfaserkabel kostenlos in ihr Haus gelegt. Später sollen dafür 1300 Euro anfallen. Vermarktungspartner ist die Stadtwerke-Kommunikationstochter Bitel. Sie bietet den Kunden auch günstige Einstiegstarife mit einer Bandbreite bis zu 400 Megabit pro Sekunde.

Allerdings: Es ist nicht Pflicht, bei der Bitel einen Vertrag zu unterschreiben, auch wenn man sich den Hausanschluss legen lässt. Über das Stadtwerke-Glasfasernetz werden ab 2019 auch die Dienste anderer Anbieter nutzbar sein. »Für jeden Hausbesitzer bedeutet der Anschluss auch eine Wertsteigerung seiner Immobilie«, ist Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann überzeugt.

»Es ist unser größtes Infrastrukturprojekt seit Jahrzehnten.«

Co-Geschäftsführer Friedhelm Rieke vergleicht den Einstieg in den Glasfaser-Ausbau mit dem Bau des Stadtbahntunnels in den 80er und 90er Jahren: »Es ist unser größtes Infrastrukturprojekt seit Jahrzehnten.« Bielefelds OB Pit Clausen (SPD) findet es richtig, dass sich die hundertprozentige Rathaus-Tochter Stadtwerke beim Ausbau des Glasfasernetzes engagiert, das Feld nicht anderen Anbietern überlassen will. »Die Stadtwerke sind mehr als Strom, Wärme und Wasser.«

Der Zeitplan, den sich das Unternehmen gesetzt hat, ist ambitioniert. Nach dem Sudbrack-Quartier soll der Ausbau in Richtung Gellershagen/Brodhagen und in Richtung Nordpark fortgesetzt werden. Man habe die Stadt in 39 Anschlussbereiche aufgeteilt, sagt Projektleiter Dr. Ingo Kröpke. Wo wann die Kabel verlegt würden, werde auch von der »Baustellen-Gesamtlage« abhängig gemacht.

»Ein wichtiger Schritt in die Gigabit-Gesellschaft« sei der geplante Ausbau, sagt Bitel-Geschäftsführer Josef Glöckl-Frohnholzer. Der ist für die Anwohner in Sudbrack zunächst mit Bauarbeiten von ein bis zwei Tagen vor dem eigenen Grundstück verbunden. Für den Hausanschluss, der erst später folgt, muss ein weiterer Arbeitstag hinzugrechnet werden. Zunächst werden sechs, später bis zu zwölf Baukolonnen im Einsatz sein.

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