Dauerbaustelle Detmolder Straße steht nach neun Monaten vor dem Abschluss »Bis Freitag ist alles asphaltiert«

Bielefeld (WB). Endspurt in Hillegossen: Passanten stehen am Straßenrand und verfolgen gespannt das Zusammenspiel der Großmaschinen. Mittwoch ist die Teerdecke drin, Donnerstag wird dieser Teil freigegeben, erklärt Ulrich Meyer (Amt für Verkehr): »Bis Freitag ist alles asphaltiert.«

Von Michael Diekmann
Endspurt: Zwischen Kreisel und Grundschule haben die Fachleute von Eurovia gestern mit Hochdruck an der Asphaltdecke der Detmolder Straße gearbeitet. Heute soll die Baustellen-Ampelanlage abgebaut und die Fahrbahn frei gegeben werden.
Endspurt: Zwischen Kreisel und Grundschule haben die Fachleute von Eurovia gestern mit Hochdruck an der Asphaltdecke der Detmolder Straße gearbeitet. Heute soll die Baustellen-Ampelanlage abgebaut und die Fahrbahn frei gegeben werden. Foto: Michael Diekmann

Die Menschen im Bielefelder Osten in Hillegossen und Ubbedissen vernehmen es mit großer Erleichterung. Mit Ende der Osterferien 2018, nicht der Sommerferien 2017, sollen die Asphaltierungsarbeiten der Detmolder Straße abgeschlossen sein. Meyer: »In der kommenden Woche folgen nur noch Restarbeiten.«

Erst Dienstag hatten die Spezialisten für den Deckenbau mit den beiden Schlussetappen begonnen. Das Stück vom Kreisel in Hillegossen bis zur Einmündung in die Alte Detmolder Straße asphaltieren die Arbeiter am Mittwoch in einem Rutsch. Fünf Meter breit trägt die Maschine den heißen Teer auf, der gleich anschließend mit der Walze an der Naht zur anderen Deckenseite verpresst wird. Der Autoverkehr kommt nur kurz zum Stoppen. Ulrich Meyer ist zufrieden: »Bewährt hat sich der Versuch, den Buslinienverkehr mit Hilfe einer Ampel und einer Schranke trotz Einbahnregelung in beide Richtungen zu steuern.«

Während in Hillegossen am Donnerstag die Baustellenampeln abgebaut und die Fahrtrichtungen frei gegeben werden, beginnt dann in Ubbedissen zwischen Linnenstraße und Pyrmonter Straße der große Endspurt. In Höhe der Kreuzung Linnenstraße fehlt noch die abschließende Fahrbahndecke in der Mitte der Straße. Hier hatte laut Meyer die normale Arbeitsbreite der Maschine nicht ausgereicht. Eine spezielle kleine Maschine soll den Rest erledigen.

Ortsdurchfahrt wird noch einmal komplett gesperrt

Einen Tag eingeplant haben die Arbeiter auch für die Asphaltierung der Detmolder Straße bis zur Einmündung der Pyrmonter Straße am Ortsausgang. Für die Zeit dieser Arbeiten, unterstreicht Ulrich Meyer, werde die Ortsdurchfahrt noch einmal komplett gesperrt. Am Freitag soll dann auch dieser Bereich frei gegeben werden. Meyer: »Die Aufträge für die Markierungsarbeiten sind ebenfalls bereits vergeben. Die Markierer stehen bereit, wollen in der kommenden Woche beginnen.«

Ebenfalls für die kommende Woche vorgesehen sind ausgiebige Reinigungsarbeiten entlang der Mammut-Großbaustelle. Nach dem Unmut der vergangenen Monate glaubt man im Amt für Verkehr mittlerweile an das Verständnis der Anlieger. In der 13. Kalenderwoche werde es noch einmal kompliziert, habe er den Anliegern in Hillegossen in einer Baubesprechung angekündigt, erklärt Meyer.

Mit den Umleitungen sol für die Ubbedisser Schluss sein

Dazu gehört auch, dass in der 14. Kalenderwoche gar nichts mehr ging, Einmündungen wie die Oelkerstraße trotz dichter Wohnbebauung komplett geschlossen bleiben mussten. Die 14. Woche endet am Freitag. Dann soll auch mit den Umleitungen für die Ubbedisser Schluss sein, verspricht der städtische Bauleiter. Dass der Endspurt so lange gedauert hat, macht er nicht zuletzt an der »Tiefgründigkeit« der Arbeiten fest, für die man teilweise mehr als 20 Zentimeter Straße ausgeschachtet hatte.

Die Geschäftsleute und Anlieger in Ubbedissen und Hillegossen hatten sich bei der Politik immer wieder über die mangelnde Koordination der Arbeiten beklagt. Ulrich Meyer ist sicher: »Hätte es nur die Sanierungsmaßnahmen gegeben, wären wir 2017 fertig geworden.« Zurückgeworfen habe das gesamte Projekt der Hillegosser Kreisverkehr. Dessen Errichtung bei laufendem Verkehr war ohnehin schon kompliziert. Am Ende musste der Kreisel wegen baulicher Mängel doppelt gebaut werden. Geduld gefragt ist noch einmal im Sommer: Dann wird an den Bushaltestellen die halbstarre Decke mit Zementverbindung eingebaut. Meyer: »Das geht nur bei Wärme und Trockenheit.«

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