Ersatzbau für abgerissenes Wohnheim an der Stennerstraße 241 Studenten bekommen ein neues Dach über dem Kopf

Bielefeld (WB). »Kopf braucht Dach«. Mit diesem Spruch werben Studierendenwerke bundesweit dafür, Studenten zu einem Dach über dem Kopf zu verhelfen. Zum Beispiel in einem Wohnheim. Einem, wie es an der Stenner­straße entsteht. Dort ist am Mittwoch der Grundstein gelegt worden.

Von Burgit Hörttrich
Abteilungsleiter Johannes Spieker (von links), Sigrid Schreiber, Geschäftsführerin des Studierendenwerks, Christian Osinga (Verwaltungsrat) und Helga Fels, stellvertretende Geschäftsführerin, legen den Grundstein für das Wohnheim.
Abteilungsleiter Johannes Spieker (von links), Sigrid Schreiber, Geschäftsführerin des Studierendenwerks, Christian Osinga (Verwaltungsrat) und Helga Fels, stellvertretende Geschäftsführerin, legen den Grundstein für das Wohnheim. Foto: Mike-Dennis Müller

Zum zweiten Mal an dieser Stelle: Das alte Studentenheim aus dem Jahr 1973 mit seinen 220 Plätzen war so sanierungsbedürftig, das es Anfang des Jahres abgerissen wurde; zuvor hatte es bereits ein Jahr lang leer gestanden. An Stelle des früheren Hochhauses entstehen auf dem Grundstück Stennerstraße/Ecke Storchsbrede fünf Häuser: vier mit jeweils vier Etagen, eines mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss. 241 Studenten können dort nach Fertigstellung – geplant zum Wintersemester 2019 – einziehen: in 163 Einzelapartments, 33 Doppel- und zwei Dreier-WGs. Es sind 60 Auto-Stellplätze geplant, beheizt werden die Räume mit Erdwärme. Investitionskosten: rund 19 Millionen Euro.

Einziges Wohnheim in Bau

Annette Vormbrock-Reinert, Sprecherin des Studierendenwerkes, sagt, das Wohnheim an der Stennerstraße sei zur Zeit das einzige, das im Bau sei. Es gebe allerdings Vorplanungen für den Bau eines »kleineren« Studentenwohnheims an der Wertherstraße, »unmittelbar neben den schon bestehenden Wohnheimen«.

Die Plätze seien begehrt, auf der Warteliste, die das Studierendenwerk führt, stünden aktuell 800 Namen. Was aber nicht bedeute, dass diese 800 kein »Dach über dem Kopf« hätten. Annette Vormbrock-Reinert: »Das sind Studenten, die noch bei den Eltern wohnen, aber gern eigene vier Wände beziehen möchten, oder solche, die aus der Region tagtäglich nach Bielefeld pendeln und sich das lieber ersparen würden.«

Das Studierendenwerk verfüge über insgesamt rund 2700 Plätze, davon 2400 in Bielefeld, weitere an den Hochschulstandorten Detmold und Minden. Die Mieten lägen je nach Baujahr und Ausstattung der jeweiligen Wohnanlage bei 190 bis 300 Euro pro Monat.

Auch private Vermieter

In den vergangenen zehn Jahren seien in Bielefeld mehrere neue Wohnanlagen gebaut worden, etwa an der Walther-Rathenau-Straße oder an der Arndt­straße. Das Studierendenwerk miete die Immobilien an oder baue selbst. Studentenwohnheime, die bereits in die Jahre gekommen seien, würden saniert. 2016 seien in die Gebäude an der Universitätsstraße (Baujahr 1973) 3,7 Millionen Euro unter anderem für neue Fassaden und Fenster gesteckt worden, 2017 wurde das frisch renovierte Wohnheim an der Jakob-Kaiser-Straße neu bezogen. Ursprünglich 1974/75 gebaut, investierte das Studierendenwerk 4,65 Millionen Euro für 73 Wohnheimplätze.

Auf seiner Internetseite ermöglicht es das Studierendenwerk auch privaten Vermietern, ihre Apartments für Studenten anzubieten.

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