100 zusätzliche Stellen in Bielefeld – Rekordumsatz in 2017
Böllhoff stellt ein

Bielefeld (WB). Die Böllhoff-Gruppe hat ihren Umsatz 2017 um acht Prozent auf das Rekordniveau von 620 Millionen Euro gesteigert. Davon hat der Stammsitz in Bielefeld in besonderer Weise profitiert. Die Zahl der Beschäftigten stieg hier nach Angaben von Marketingchef Frank Nientiedt um 100 auf 1100. In die modernisierten ehemaligen Fabrikhallen werden im Verlauf dieses Jahres die Metallfertigungen umziehen.

Samstag, 24.03.2018, 03:33 Uhr aktualisiert: 24.03.2018, 09:38 Uhr
Der Böllhoff-Stammsitz aus der Luft. Foto: Thomas F. Starke/Archiv

In Kürze beginnt Böllhoff außerdem mit dem Bau eines weiteren Logistikzentrums im sächsischen Oelsnitz-Taltitz. Auch dort sollen in der ersten Ausbaustufe 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Insgesamt plant Böllhoff in den kommenden zwei Jahren Investitionen in der Höhe von 150 Millionen Euro. Davon fließt ein großer Teil auch in Produktion und Logistik in Frankreich und China. Die Summe ist fast doppelt so hoch wie in den beiden Jahren 2016 und 2017, als zusammen 80 Millionen Euro investiert wurden.

Insgesamt beschäftigt die Böllhoff-Gruppe 3000 Mitarbeiter, davon 1375 in Deutschland. Produziert wird weltweit an zwölf Standorten. Sie beliefert insbesondere die Auto- und Luftfahrt- sowie Elektroindustrie, Maschinenbau, blech- und kunststoffverarbeitende Betriebe. »Wir haben die gesunde Konjunktur genutzt, um unsere Aktivitäten in den relevanten Märkten von Europa, Asien und von Nord- wie Südamerika auszubauen«, sagt Michael W. Böllhoff. Er ist einer von zwei Gesellschaftern an der Spitze, vertritt die vierte Generation der Familie, die das Unternehmen 1877 in Herdecke gegründet hat. 1923, in der Zeit der Ruhrgebietsbesetzung, erfolgte der Umzug nach Bielefeld. Neben Schrauben, Muttern und Gewindeteilen produziert Böllhoff heute ein breites Spektrum von Einsätzen, Schnellverschlüssen, Stanznieten, klebbaren Verbindungselementen und Präzisionsteilen aus Kunststoff.

Eine der zwölf Böllhoff-Produktionsstätten befindet sich in den USA. Von der Zollpolitik des Präsidenten Donald Trump ist das Un­ternehmen schon deshalb betroffen, weil Stahl nach wie vor Rohstoff Nummer eins ist. Noch gravierendere Folgen befürchtet Nientiedt, sollte sich in der Folge der Zollschranken der Handelskonflikt international ausweiten.

Böllhoff erzielt mehr als 50 Prozent seines Umsatzes im Ausland.

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