Amtsgericht vertagt Entscheidungen über die Schadenersatzklagen Betrogene Bräute warten weiter

Bielefeld (WB/hz). Ob zwei der um ihre Kleider betrogenen Bräute Schadenersatz vom polnischen Hochzeitsmoden-Hersteller Agora bekommen, das ist weiter offen. Beim für Mittwoch am hiesigen Amtsgericht angesetzten Verkündungstermin fielen keine Entscheidungen. Manuela Wolke (46), die 2399,95 Euro fordert, wurde von Richterin Sinja Lichtenberg auf März vertröstet.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Im Fall von Betrugsopfer Daniela Tiemann – die 35-Jährige will 1700 Euro für ein nicht geliefertes Kleid zurück – will Richterin Lichtenberg nun am nächsten Mittwoch entscheiden. Grund für die Verzögerung sei, dass Agora-Dokumente von polnisch auf deutsch übersetzt werden müssten, sagte Opferanwältin Nicola Meise.

Die Bielefelder Juristin sieht zumindest die Schadenersatzklage ihrer Mandantin Manuela Wolke auf einem guten Weg. Richterin Lichtenberg habe in einem sogenannten Hinweisbeschluss die Haftung der beklagten Firma Agora festgestellt, sagte die Rechtsanwältin. »In der Sache ist mir die Richterin zu 100 Prozent gefolgt.«

Offen ist dagegen nach fünf Wochen Prozessdauer nach wie vor, ob das Amtsgericht Bielefeld zur Schadenersatzklage von Manuela Wolke überhaupt urteilen will. In dem Hinweisbeschluss heißt es außerdem, dass das Amtsgericht in Oldenburg die Sache übernehmen könnte. Dort wohnt die klagende Braut Manuela Wolke, dorthin sollte das Agorakleid aus Breslau auch geliefert werden. Wolke und der Firma Agora wurde von der Amtsrichterin eine Frist bis März gesetzt, Stellung zu nehmen.

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