Fördermillionen machen auch Oberflächensanierung möglich Heeper Straße bleibt noch rund fünf Jahre Dauerbaustelle

Bielefeld (WB). Die Heeper Straße ist bereits seit Herbst 2016 Kanalbaustelle und zwischen Kronen- und Huberstraße (überwiegend) voll gesperrt. Eine Ende ist kaum absehbar, denn ab 2019 soll der Straßenabschnitt zwischen Huberstraße und Am Venn unter- und oberirdisch saniert werden.

Von Burgit Hörttrich
Auch der Abschnitt zwischen Bahnunterführung und Otto- Brenner-Straße soll sicherer und schöner werden.
Auch der Abschnitt zwischen Bahnunterführung und Otto- Brenner-Straße soll sicherer und schöner werden. Foto: Bernhard Pierel

Allein dieser Abschnitt bringt eine weitere Vollsperrung bis 2022 mit sich, anschließend dann soll der reine Straßenbau zwischen Teutoburger und Huberstraße erfolgen. Dauer: mindestens noch ein weiteres Jahr.

Im November hatte Hans Martin, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehr, der Politik mitgeteilt, dass die Heeper Straße nicht, wie ursprünglich geplant, im Jahr 2020 wieder komplett befahrbar sein werde, sondern eben erst 2022 oder 2023. Der Grund dafür sei aber eben keine Bauverzögerung, sagt Hans-Werner Klemme, der im Amt für Verkehr für das Projekt zuständig ist.

Aufwertung des Straßenbildes

Ursprünglich sei geplant gewesen, Kanäle (zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert) und Leitungen zu erneuern und dann die Straßenoberfläche wieder herzustellen – ohne Veränderungen. Klemme sagt, dass mit Beginn der Kanalbauarbeiten noch nicht klar gewesen sei, ob es Fördermittel geben würde. Erst Ende 2016 habe dann eine solche Zusage vorgelegen. Das bedeutet: Die Stadt hat jetzt die finanzielle Möglichkeit, die Heeper Straße mit neuem Querschnitt zu sanieren und sie »sicherer zu machen«, so das Amt für Verkehr. Zudem müsse inzwischen auch keine potenzielle Trasse für eine Stadtbahn nach Heepen mehr berücksichtigt werden. Nach der Bürgerbefragung, bei der die Mehrheit sich gegen eine Stadtbahnlinie 5 ausgesprochen hatte, gilt das Projekt als »tot«.

Man wolle eine Aufwertung des Straßenbildes, lärmarmen Asphalt, die Beseitigung von Unfallschwerpunkten, Radfahrstreifen wo möglich, weiterhin Anwohner- und Geschäftsparken und mit 3,25 Metern breite Fahrspuren nicht zuletzt wegen des Busverkehrs im 5-Minuten-Takt.

113 Stellplätze

Schwierigster Straßenabschnitt sei dabei zwischen der Bahnunterführung und der Otto-Brenner-Straße. Das Amt für Verkehr schlägt vor, in diesem Bereich Tempo 30 beizubehalten. Hans-Werner Klemme: »Hat sich bewährt«. Das mache es möglich, dass keine Radfahrstreifen angelegt werden müssten und deshalb 23 Parkplätze erhalten blieben.

Auf der gesamten Länge der Heeper Straße zwischen Teutoburger und Ziegelstraße – etwa 2800 Meter – werde es nach dem Ausbau insgesamt 113 Stellplätze geben, der Bedarf liege bei 146.

Klemme betont, dass die Planungen nicht nur verwaltungsintern, sondern auch mit Polizei, Mobiel, der Industrie- und Handelskammer (IHK), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) abgestimmt worden seien.

Wichtige »innerstädtische Hauptverkehrsstraße«

Die Heeper Straße, die innerhalb von 24 Stunden von 17.000 Autos und Lastwagen befahren wird, gilt als wichtige »innerstädtische Hauptverkehrsstraße«.

Die reinen Baukosten werden auf 9,3 Millionen Euro geschätzt – inklusive Beleuchtung und Markierung. Dabei handelt es sich allerdings nur um die reinen Straßenbaukosten. Dazu kommen die Kosten für den Kanalbau. Die liegen allein im ersten Bauabschnitt zwischen Kronen- und Huberstraße bei 4,6 Millionen Euro.

Beraten wird jetzt unter anderem in der Bezirksvertretung Mitte am Donnerstag, 18. Januar.

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