Ghanaische Familie kehrt widerstandslos zurück in ihr sicheres Herkunftsland Abschiebung ohne Zwischenfälle

Bielefeld (W/vz). Ruhig und unproblematisch ist Mittwochmorgen die Abschiebung einer Mutter aus Ghana und ihrer vier Kleinkinder verlaufen. Ihr Asylantrag war abgelehnt worden.

Die Flüchtlingsfamilie Badu mit (von links) Rosella, Vater Justice Sarpong, Lois, Richla, Mutter Patience Badu und Rhod
Die Flüchtlingsfamilie Badu mit (von links) Rosella, Vater Justice Sarpong, Lois, Richla, Mutter Patience Badu und Rhod

Die Familie wurde von Mitarbeitern der Ausländerbehörde mit einem Kleinbus an ihrem letzten Wohnort in Altenhagen abgeholt und zum Flughafen Düsseldorf gebracht. Die gut zehnstündige Rückreise führte danach über Amsterdam ins westafrikanische Accra.

Gegen 6.30 Uhr standen die Beamten vor der Wohnungstür der Familie. Pro Person durfte ein Koffer mit je 20 Kilogramm Gewicht mitgenommen werden. Helfer aus dem Verein »Altenhagen weltoffen und hilfsbereit« packten mit ein und verabschiedeten sich von ihren Schützlingen. »Bis zuletzt hofften wir noch, dass die Familie bleiben darf«, sagte Vereinssprecherin Janice Finn. Die rechtliche Situation sei aber eindeutig, habe Maik Maschmeier (Ausländeramt Bielefeld) vor Ort erklärt.

Fahndung nach Vater dauert an

Gewünscht hatten sich die Helfer auch, dass der Vater der Familie mitgefahren wäre. Er hatte sich vergangenen Samstag abgesetzt, wie Ulrike Bentrup, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, berichtete. Nach dem Ghanaer wird, wie bereits berichtet, gefahndet.

Bentrup begleitete Mittwochfrüh auch den Abschied von der Mutter Patience Badu (24) und ihrer vier Töchter (vier Jahre alte Drillinge und eine Dreijährige). Den Kindern sei erzählt worden, sie machten eine Urlaubsreise, sagte Bentrup und bedauert gleichzeitig, dass die Familie, die sich auf einem guten Weg zur Integration befunden habe, so plötzlich ausreisen musste.

Der Verein »Altenhagen weltoffen und hilfsbereit« will den Kontakt zu den Ghanaern halten und sich von der Ferne aus kümmern, ob mit Rat und Tat oder mit Geld, kündigte Ulrike Bentrup an.

Kommentare

Herzzerreißende Berichterstattung

Herzzerreißende Berichterstattung. Das Asylrecht ist genau definiert. Es wird nur vielerorts nicht umgesetzt .
200 Millionen Menschen würden aus wirtschaftlichen Gründen ihr Heimatland verlassen .
Wir könnten 20 Millionen davon aufnehmen , würden immer noch 180 Millionen Menschen vor den Kopf stoßen.
Nicht der Schnellste hat Anspruch auf Asyl . Wird nach Gesetz abgeschoben, ist das Geschrei groß.
Kirchliche Verbände. Pro Asyl usw. Die Kirchlichen Verbände können doch eine Bürgschaft übernehmen .
Mit öffentlichen Geldern kann gut fordern .
Das Aushöhlen der Sozialsysteme ist Selbstmord des Staates.
Deutschland ist nicht das Sozialamt für den Rest der Welt .

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