Beim zweiten Tag des »Zurück Zuhause«-Festivals bringt der Rap-Rocker den Ringlokschuppen zum Brodeln Casper: »Ich hätte es zum Thekenchef schaffen können«

Bielefeld (WB/mdm). Ein Bündel rote Rosen, aus der kreischenden Masse auf die Bühne geworfen – mehr braucht es nicht, um Rap-Rocker Casper zu begeistern: »Diese Blumensache sollten wir ausbauen, die gefällt mir« sagt er. Und sein Publikum? Das braucht nur ihn.

Trägt auf der Bühne tatsächlich ein Arminia-Trikot: Casper (Benjamin Griffey).
Trägt auf der Bühne tatsächlich ein Arminia-Trikot: Casper (Benjamin Griffey). Foto: Mike-Dennis Müller

2500 Menschen sind am Samstagabend im ausverkauften Ringlokschuppen dabei gewesen, als Casper mit dem letzten Auftritt bis kurz nach Mitternacht sein eigenes kleines »Zurück Zuhause«-Festival zum Abschluss gebracht hat.  Nach dem ersten Abend am Freitag mit Headliner Kraftklub , und der Ringer, Mavi Phoenix, Ahzumjot im Vorprogramm am Samstag setzte der erfolgreiche Musiker schließlich noch einmal eine ganz Schippe drauf.

»Wir haben auf unserer Tour unheimlich viele geile Konzerte gehabt, aber hier herrscht einfach immer eine ganz besondere Energie und dafür möchte ich mich bedanken«, sagt Casper nach den ersten paar Stücken. Dann erinnert er abermals an die Zeiten, in denen er früher selbst noch hier hinter den Theken gearbeitet hat. »Ich musste mir das Gemecker über den Pfand anhören und auch die Beschwerden, wenn es keinen Pfand gab«, erzählte er. In einem scheint er sich sicher zu sein: »Ich hätte es auch zum Thekenchef schaffen können.«

Energiegeladen bis zur letzten Minute

Hat er aber nicht - und tausende Fans sind ihm dafür ganz offensichtlich sehr dankbar. Auch dass er die Veröffentlichung seines jüngsten Albums verschoben hatte, haben sie ihm längst verziehen. Sechs Songs von »Lang lebe der Tod« gibt es an diesem Abend zu hören, für »Keine Angst« ist kurz vor Ende sogar Sänger Drangsal mit auf der Bühne. Daneben gibt es einige seiner beliebtestenn und erfolgreichsten Titel zu hören, »So perfekt«, »Auf und davon« und »Die letzte Gang der Stadt« etwa.

So inflationär, wie wiederkehrende Ereignisse heute zu Traditionen geadelt werden, könnten die »Zurück Zuhause«-Festivals Casper mittlerweile längst eine eben solche sein. Seit fünf Jahren lädt der Rap-Rocker dazu ein, nun sogar an zwei Tagen. Und nach all der Zeit wäre es gar nicht so unverständlich, wenn seine Auftritte das Publikum mittlerweile langweilen würden. Doch von Ermüdung sieht man bei Caspers Fans keine Spur. Sie feiern ihren Lokalhelden. Energiegeladen geht es zu, auf und vor der Bühne, von der ersten Minute bis zur letzten.

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