Neuer Rekord mit 700.000 Übernachtungen in diesem Jahr Weiteres Hotel entsteht in Stadthallen-Nachbarschaft

Bielefeld (WB). Nachdem im Juli die Deutsche Hospitality angekündigt hat, in Bielefeld an der Bahnhofstraße ein Intercity-Hotel mit 190 Zimmern bauen zu wollen, ist noch ein weiterer Hotelneubau nur wenige hundert Meter entfernt geplant: an der Herforder Straße neben der neuen Jugendberufsagentur, wenige Schritte entfernt von der Stadthalle.

Von Burgit Hörttrich
Auf diesem Grundstück an der Herforder Straße soll das Hotel gebaut werden, rechts das Jobcenter.
Auf diesem Grundstück an der Herforder Straße soll das Hotel gebaut werden, rechts das Jobcenter. Foto: Hans-Werner Büscher

Baubeginn für das Intercity-Hotel soll »nach 2020« sein (das WESTFALEN-BLATT berichtete). Der Spatenstich für das Gebäude des neuen Hotels im sogenannten Quartier No.1., das der Bielefelder Grundstücksbesitzer Franz-Christoph Borchard (Lenkwerk, Eastend-, Westendtower) entwickelt, soll bereits 2018 sein. Baudezernent Gregor Moss sagt, das Hotelprojekt an dieser Stelle sei genehmigungsfähig. Der Bauantrag liege jedoch noch nicht vor.

Martin Knabenreich, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing und der Stadthallen Betriebs GmbH, sieht die Planungen als durch und durch positiv an: »Bielefeld ist als Standort offenbar interessant.« Was auch für die Nachfrage gelte.

Rekord bei Übernachtungszahlen

Knabenreich weiß, dass in diesem Jahr bei der Übernachtungszahl in Bielefelder Hotels und Pensionen die 700.000er-Marke zum ersten Mal übersprungen wird: »Zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis.« 2016 lag die Zahl der Übernachtungen bei 619.000. Ein Plus, so Knabenreich, »um immerhin 17 Prozent«. Dass der »Oldentruper Hof« 2015 als Hotel geschlossen worden sei, habe keine »Delle« verursacht. Zudem seien mit dem Légère-Hotel und mit Charly’s House, beide am Neumarkt, 232 Zimmer dazu gekommen. Und viele der seit Jahren ansässigen Hotels hätten in den vergangenen Jahren investiert.

Knabenreich spricht aber auch von einem möglichen Verdrängungseffekt, wenn sich (noch) mehr moderne Hotels im Zentrum ansiedeln würden. Betroffen seien dann wohl die Beherbergungsbetriebe an der Peripherie und im Umland. Insgesamt verfüge Bielefeld zur Zeit über rund 4000 Betten in Hotels und Pensionen.

Neuer Bauabschnitt

2010 hatten Franz-Christoph Borchard und Sascha Dietrich das ehemalige, 20.000 Quadratmeter große Postgelände an der Herforder Straße gekauft, um es in vier Abschnitten zu entwickeln. Das Investitionsvolumen wurde auf zwischen 45 und 60 Millionen Euro beziffert. »Jobcenter Arbeitplus«, fertig seit Ende 2013, und Jugendberufsagentur, die soeben ihre Arbeit aufgenommen hat, sind die ersten beiden Bauabschnitte.

Das neue Hotel im Abschnitt Nummer 3 auf dem Dreieckgrundstück zwischen Herforder Straße und Bahndamm/Schildescher Straße entstehen könne, sei noch offen, sagt Sascha Dietrich.

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Weiß man denn schon, wer der Betreiber des neuen Hotels sein wird? Bielefeld braucht ein Motel One!

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