Von »Star Wars« inspiriert: Kai Lenski baut Säbel und verkauft sie Lichtschwert made in Bielefeld

Bielefeld (WB). Ein Lichtschwert als Brautstrauß? Das ist für Kai Lenski kein Problem. Seit einem Jahr verkauft er seine selbstgebauten Lichtschwerter in Bielefeld in seinem Geschäft »Argentumsaber«. Und auch bei ihm ist die Vorfreude auf Teil acht der Weltraumsaga groß.

Von Ann-Christin Lüke
Kai Lenski baut Lichtschwerter – grüne und blaue für die Guten, rote für die Bösen.
Kai Lenski baut Lichtschwerter – grüne und blaue für die Guten, rote für die Bösen. Foto: Ann-Christin Lüke

Wenn bei Kai Lenski das Telefon klingelt, ertönt die »Star Wars«-Titelmelodie. »Das gehört zum Job«, scherzt der 36-Jährige.

»Die letzten Jedi«

Luke Skywalker ist zurück. Der Held der frühen »Star-Wars«-Filme begeistert als kauziger Jedi-Meister, der mit der Macht erst mal nichts zu tun haben will.   Hier geht es zum Review der achten Episode.  Wer alles bei der Europa-Premiere dabei war, lesen Sie hier . Was das Franchise für US-Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson bedeutet, verrät er hier.

Lichtschwerter – jene Waffen, mit denen sich Gut und Böse in der Star-Wars-Filmsaga bekämpfen. Die brummenden Geräusche der Schwerter gehören zu den Filmen, wie Held Luke Skywalker oder Bösewicht Darth Vader. Und sie sind beliebte Fanartikel. Kurz vor der Premiere von »Episode acht – Die letzten Jedi« (und den Weihnachtsfeiertagen) sei die Nachfrage besonders groß, hat Lenski festgestellt.

Er baut die Schwerter und verkauft sie. »Ich war schon immer Fan der Filme und des Universums«, sagt er. Nachdem er sich ein Schwert gekauft hatte, habe er mit dem Bau eigener Sternenkriegerwaffen begonnen. »Ich hab erst eins gebaut, dann fünf. So hat sich das entwickelt.« Vor etwa drei Jahren habe er dann seine ersten Schwerter im Internet verkauft. »Irgendwann hatte ich Zuhause keinen Platz mehr für meine Werkstatt. Da ist mir die Idee mit dem Laden gekommen.«  In Bielefeld fand er ein passendes Objekt. Im vorderen Teil hängen die Säbel an den Wänden und Masken von Sturmtrupplern liegen in den Schaufensterregalen.

Im Griff steckt das Geheimnis

Im hinteren Teil hat er sich eine Werkstatt eingerichtet. Beim Bau eines Lichtschwertes ist Fingerspitzengefühl gefragt. Denn im Griff sind die kleinen Elektroteilchen verbaut, die für den brummenden Sound der Schwerter sorgen. Außerdem sitzt dort auch die Lichtquelle für den Laserstrahl, der langsam die Klinge hinaufklettert. Natürlich in verschiedenen Farben. Rot für die Bösen, blau und grün für die guten Jedi-Ritter. Rote Lichtschwerter seien aber beliebter. »Die dunkle Seite überwiegt ein bisschen«, sagt Lenski.

Die Griffe selbst sind aus Aluminium. Mit einer Fräse bringt Lenski sie in Form und verziert sie mit verschiedenen Mustern. »Ich setze eigene Designs um oder die Kunden kommen mit ihren Wünschen zu mir«, sagt Lenski, der zuvor als Fremdsprachenkorrespondent tätig war.

Besonderer Brautstrauß

So hat er bereits ein spezielles Lichtschwert für ein Brautpaar angefertigt, bei dem die Klinge durch ein Brautstraußbouquet ersetzt werden kann. Aber auch Crossover-Schwerter seien sehr beliebt.

Ein Kunde hat sich ein Schwert gewünscht, das an Tolkiens Epos »Herr der Ringe« angelehnt ist. »Der Griff erinnert dabei eher an ein klassisches Schwert«, sagt Lenski.

Vorfreude auf Episode acht

Ob er von seinem Geschäft leben könne? Diese Frage werde ihm häufig gestellt. »Selbstständig zu sein, ist nie ganz einfach und der Markt ist schon speziell«, sagt Lenski. Deshalb sei es wichtig, sich einen guten Ruf in der Szene zu erarbeiten. »Es läuft ganz gut.« Seine Kunden stammen nach eigenen Angaben aus der ganzen Welt. Die Preise variierten je nach Kundenwünschen im dreistelligen Bereich. »Über 1000 Euro komme ich sehr selten«, sagt Lenski.

Auf die neueste Episode freut sich Lenski nicht nur als Fan, sondern auch als Geschäftsmann. »Ich habe große Erwartungen an den Film. Und vielleicht werden auch ein paar neue Lichtschwerter gezeigt.« 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.