Restaurant in Brackwede neu eröffnet – Armine Nöthe in der Geschäftsführung Aus »1550« wird »Patron via 1550«

Bielefeld-Brackwede (WB). Spezialitäten wie Tagliatelle Moussaka, Wolfsbarsch und Ente Wellington gibt es von sofort an im Fachwerkhaus an der Hauptstraße 27. Dort war bis Anfang 2017 das renommierte Restaurant 1550 beheimatet, ehe dessen Pächter Insolvenz anmeldete . Nach fast einjährigem Leerstand hat Eigentümer Walter Göke (79) zwei Folgepächter gefunden, die das Haus unter dem Namen »Patron via 1550« jetzt neu eröffneten.

Von Markus Poch
Zeigen den neuen Schriftzug »Patron«, der inzwischen schon am markanten Giebel des Fachwerkhauses montiert ist (von links): Armine Christopher Nöthe (29), Immobilienbesitzer Walter Göke (79) und der gelernte Weinbauer Thomas Manolis (31).
Zeigen den neuen Schriftzug »Patron«, der inzwischen schon am markanten Giebel des Fachwerkhauses montiert ist (von links): Armine Christopher Nöthe (29), Immobilienbesitzer Walter Göke (79) und der gelernte Weinbauer Thomas Manolis (31). Foto: Markus Poch

Die neuen Gastgeber an der bekannten Adresse sind Thomas Manolis (31), bisher Geschäftsführer im elterlichen griechischen Restaurant Marathon in Senne, und der mit ihm befreundete Fußballprofi Christopher Nöthe (29) von Arminia Bielefeld. Beide kennen sich seit zwei Jahren und wollen in der Gastronomie künftig kooperieren. In ihrem »Patron via 1550« (»Chef des 1550«) soll eine »moderne, gehobene, mediterrane Küche« angeboten werden – echte griechische Köstlichkeiten, »also bestimmt kein Gyros«, und internationale Gerichte.

Nöthe: »Man muss ja auch mal an das Leben nach dem Fußball denken«

Der gelernte Industriekaufmann Christopher Nöthe, der seit April 2017 an einer Knieverletzung aus dem Fußballspiel gegen Fortuna Düsseldorf laboriert, sagt frei heraus: »Nach meinem Kreuzbandriss hatte ich neben der Reha viel Zeit für andere Dinge. Man muss ja auch mal an das Leben nach dem Fußball denken.« Von der Gastronomie habe er bislang keine Ahnung gehabt, sei aber sehr interessiert daran, in diesem Bereich etwas dazuzulernen. Nöthe: »Thomas und ich haben viele gemeinsame Ideen, und ich glaube, wir haben aus dem ›1550‹ etwas Cooles gemacht.«

Thomas Manolis deutet auf das neue Inventar: »Alles Mobiliar, alles Dunkle ist rausgeflogen«, sagt er. »Marmor- und Holztische, drei verschiedene Sorten Stühle haben wir extra aus Griechenland herbringen lassen. Alle Wände, alle Räume wirken jetzt heller und größer. Die Bar ist überarbeitet worden. Außerdem wollen wir mit neuer Beleuchtung Akzente setzen.«

Das umgestaltete Restaurant, das von sofort an täglich um 17.30 Uhr öffnet, soll mehr junge Leute ansprechen als bisher. »Aber die alten Stammgäste dürfen natürlich auch kommen«, betont Christopher Nöthe. »Jeder, der Lust hat auf ein Geschmackserlebnis, ist herzlich willkommen. Er kann erst 18 Jahre alt sein oder schon 87 – das ist egal.«

Fünf Mitarbeiter

Um ihre Gäste zu verwöhnen, haben Manolis und Nöthe derzeit fünf Mitarbeiter angestellt, darunter drei griechische Köche, sowie mehrere Aushilfen. Gerne würden sie ihr Lokal in Zukunft auch zu Familienfeiern und anderen Veranstaltungen vermieten. Das Restaurant bietet bis zu 70 Personen Platz, der Wintergarten, der nachträglich renoviert werden soll, weiteren 70.

Glücklich mit seinen neuen Pächtern ist Immobilienbesitzer Walter Göke: »Ich habe ein gutes Gefühl«, urteilt er. »Ich bin sicher, dass es die Richtigen sind. Die Eltern Manolis kenne ich schon seit fast 20 Jahren.« Der 79-Jährige ist selbst ein Liebhaber mediterraner Speisen, verzehrt bei einem Glas Wein gerne einen frischen Thunfischsalat. »Da hinten in der Ecke habe ich schon meinen Stammplatz«, sagt Göke. Manolis und Nöthe wollen indes versuchen, auch den einen oder anderen Arminen in ihr Lokal zu locken.

Doch was sagen Lambros Manolis (58) und seine Frau Ekaterini (48) vom Senner Restaurant Marathon zu den Aktivitäten ihres Sohnes in Brackwede? Fürchten sie die neue Konkurrenz? »Nein, nein«, sagt die Chefin und lacht. »Wir haben hier eine ganz andere Speisekarte – mehr Gegrilltes und Gerichte vom Lamm. Da wird es keine Konkurrenz geben. Wir wünschen Thomas und seinem Geschäftspartner viel Glück.«

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