41-Jähriger schwer verletzt – Polizisten fassten Tatverdächtigen (54) Messerstecherei in der Innenstadt

Bielefeld (WB/hz). Nach einer Messerstecherei am Mittwoch gegen 11.10 Uhr an der Werner-Bock-Straße/Ecke Wilhelm-Bertelsmann-Straße ist ein 41 Jahre alter Bielefelder schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Mann habe einen Stich in die linke Körperseite erhalten, sagte Polizeisprecherin Hella Christoph.

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Symbolfoto Foto: dpa

»Für das Opfer bestand erst Lebensgefahr«, zitierte die Sprecherin aus ersten Meldungen vom Ort des Geschehens unweit des Wiesenbades. Nachdem ein Notarzt den 41-Jährigen stabilisiert und eine Rettungswagenbesatzung den Mann in eine Klinik gebracht hatte, nahmen Kripoexperten der Spurensicherung die Arbeit am Tatort auf.

Der mutmaßliche Messerstecher, ein 54-jähriger Bielefelder, sei von Polizisten im Bereich Bleichstraße/Ostbahnhof festgenommen worden. Der 54-Jährige sei zu Fuß in den Osten der Innenstadt geflüchtet, bevor er von Fahndern gefasst worden sei.

Zum Motiv für die Bluttat und zum Verbleib der Tatwaffe konnte die Polizeisprecherin zunächst nichts sagen. »Zu den Hintergründen wissen wir noch nichts.« Es gebe Hinweise darauf, dass es sich bei Täter und Opfer um Angehörige der Drogen- und Trinkerszene handeln könnte. Mindestens einer der Beteiligten sei der Polizei wegen anderer Straftaten bekannt.

Die Ermittlungen werden derzeit von Kripobeamten des für Tötungsdelikte zuständigen Kommissariates 11 geführt. »Eine Mordkommission wurde bislang aber nicht gebildet«, sagte Polizeisprecherin Christoph. Ob die Messerstecherei als versuchtes Tötungsdelikt oder als gefährliche Körperverletzung eingestuft werde, sei derzeit unklar. »Die Ermittlungen laufen weiter. Dann muss die Staatsanwaltschaft die Fakten rechtlich bewerten und eine Entscheidung treffen, welches Delikt der Tat zugrunde liegt.«

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