Gregor Meyle spielt im Ringlokschuppen Träumen vom Musiker-Himmel

Bielefeld (WB). »Das Leben passiert genau jetzt«, sagt Gregor Meyle. Es gehe darum, den Moment, das Hier und Jetzt zu genießen. Bei seinem Konzert im Ringlokschuppen am Freitagabend konnten das seine vielen Zuhörer definitiv.

Von Mike-Dennis Müller
Hat im Ringlokschuppen sein Publikum überzeugt: Sänger und Musiker Gregor Meyle.
Hat im Ringlokschuppen sein Publikum überzeugt: Sänger und Musiker Gregor Meyle. Foto: Mike-Dennis Müller

Mit einer großen Portion Optimismus in seinen Texten und einem breiten Lächeln im Gesicht sorgt der sympathische Musiker bis zum Ende für eine unheimlich positive Grundstimmung.

»Keine ist wie Du«, das war der bisher größte kommerzielle Erfolg des 39-Jährigen. Auch in Bielefeld kommt er am Abend am besten an. Entdeckt 2007 von Stefan Raab in dessen eigener, kleinen Castingshow, fiel er von Anfang an durch Bodenständigkeit auf. Mit handgemachter Musik und ehrlich wirkenden Texten, die sich vor allem auf Alltägliches konzentrieren, überzeugte er über die Jahre immer mehr Fans von sich.

Große Trommeln auf der Bühne

Lange Zeit war er dabei allein unterwegs, mal nur begleitet von einem Klavierspieler. In großer Besetzung samt Blechbläsern und Trommlern – ja, es sind tatsächlich große Trommeln auf der Bühne –, schafft er es nun noch einmal auf eine ganz andere musikalische Ebene. Seine Band und er wirken wie eine kleine Familie auf der Bühne und auch das Publikum bekommt so manches Mal das Gefühl, mit dazuzugehören.

Seinem musikalischen Stil bleibt er auch mit so vielen Begleitmusikern noch treu. Das merkt man im Ringlokschuppen deutlich. Und man würde ihn jederzeit wiedererkennen in unserer Zeit der viel zu weichgespülten, oft gleichklingenden und meist viel zu elektronisch anmutenden, deutschen Popmusik.

Nichts kommt vom Band

Auch live kommt bei Meyle nichts vom Band. »Ich versuche, auch öfter auf Konzerte zu gehen und oft fällt mir auf, wie da drei Computer stehen. Jeder Ton heute Abend wird aber von uns live gespielt«, erklärt der Schlapphutträger den Besuchern im vollen Saal.

Und dann erzählt Gregor Meyle, der erst vor kurzem Vater geworden ist, von seiner Vorstellung des Himmels. Für ihn ist das natürlich eine Welt der Musik. Probenraum an Probenraum reihe sich dort aneinander, in einem Raum spielt Ringo Starr und die Stimme von Udo Lindenberg bittet ihn hinein. »Und ihr seid natürlich auch alle da und wir machen bis in alle Ewigkeit Musik.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.