Neue Schilder an Meller Straße/Ernst-Rein-Straße – Jetzt hagelt es Knöllchen Parkzone mit Tücken ärgert Anlieger

Bielefeld (WB). Seit gerade mal zwei Wochen wird das Parken im Viertel zwischen Jöllenbecker Straße, Ernst-Rein-Straße und Meller Straße neu geregelt und schon gibt es Ärger.

Von Volker Zeiger
Geschäftsinhaber Lars Wilcynski.
Geschäftsinhaber Lars Wilcynski. Foto: Hans-Werner Büscher

In einem als »Parkzone« ausgewiesenen Bereich sollen Kunden des Geschäftes Kohlstedde in den vergangenen Tagen reichlich Knöllchen kassiert haben, berichtet Ladeninhaber Lars Wilczynski. Allein am Mittwoch »gab es innerhalb von fünf Minuten drei Beschwerden meiner Kunden«. Sie sollen Zahlungsaufforderungen von jeweils 20 Euro bekommen haben.

»Ziemlich heftig ist das«, ärgert sich Wilczynski, denn seine Kunden stellen ihre Autos just hinter dem neuen Schild »Parkzone« ab und gehen dann ruhigen Gewissens zum Einkaufen. »Die freuen sich, dass das Parken hier nun erlaubt ist«.

Zusatz »Parkscheibe 3 Stunden«

Wenn es da nicht den Zusatz mit »Parkscheibe 3 Stunden« auf dem Schild gebe. »Vielleicht war die Parkscheibe ja nicht ausgelegt worden«, meint Ralf Kleimann von der Straßenverkehrsbehörde. Aus seinem Amt kam jüngst die Anordnung für die neue Beschilderung im Viertel, die an den Einmündungen der Siegfried- und Theodor-Hymmen-Straße in die Jöllenbecker Straße stehen sowie an Meller Straße/Ernst-Rein-Straße und der Zufahrt in die Ernst-Rein-Straße vom OWD aus.

Der Bereich werde nun lückenlos mit solch einer Beschilderung bewirtschaftet. Die Parkzeiten mit Parkscheibe sind auf drei Stunden montags bis freitags von 8 bis 21 Uhr sowie samstags von 11 bis 21 Uhr beschränkt.

Ein politischer Beschluss, gefasst von der Bezirksvertretung Mitte im Mai 2015, liegt der neuen Regelung zugrunde. »Es gab damals viele Beschwerden von Anwohnern, dass es abends keine Parkplätze mehr in den Straßen gebe«, erinnert sich Ralf Kleimann. Parkraumbewirtschaftung könne entweder über Parkscheinautomaten oder per Parkzone mit Parkscheibenpflicht erfolgen. Ein Vorteil der Parkzonen sei, dass nicht so viele Einzelschilder aufgestellt werden müssten.

15 Parkzonen in der Innenstadt

Etwa 15 Parkzonen gibt es in der Innenstadt, so etwa rund um den Kesselbrink, rund um das Städtische Krankenhaus, rund um die Rohrteichstraße. Beschwerden habe es aus diesen Bereich keine gegeben. Im Gegenteil: Die Regelungen haben sich bewährt, betont Kleimann.

Für Lars Wilczynski bleibt das Parkzonen-Schild ein paar Meter vor seiner Ladentür dennoch ein Ärgernis. Ausgerechnet in der Mittagszeit kontrollierten Politessen die abgestellten Fahrzeuge an der Kreuzung und den davon abgehenden Straßen und schrieben fleißig Knöllchen, meint Wilczynski. Einige Meter weiter aber, an einer für Sehbehinderte geriffelten Fläche auf dem Bürgersteig, werde kein Falschparken geahndet.

Die Schlachterei Kohlstedde verfügt über einen eigenen Kundenparkplatz mit 16 Stellplätzen, die gerne von Kunden genutzt werden, wenn denn Platz ist. »Leider stellen auch viele Anwohner hier ihre Autos ab«, bedauert der Besitzer.

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