Bundesgerichtshof hebt Bielefelder Urteil auf Totes Baby: Fall muss neu verhandelt werden

Bielefeld (WB). Der Tod eines drei Monate jungen Zwillings-Babys muss neu verhandelt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Urteil des Landgerichts Bielefeld aufgehoben, das den Vater »nur« zu einer Bewährungsstrafe von 15 Monaten verurteilt hatte. 

Von Uwe Koch
Rechtsanwalt Alexander Klemme mit seinem Mandanten beim Prozessauftakt im Oktober 2016 .
Rechtsanwalt Alexander Klemme mit seinem Mandanten beim Prozessauftakt im Oktober 2016 . Foto: Hans-Werner Büscher (Archiv)

Dagegen war die Staatsanwaltschaft Bielefeld in Revision gegangen. Der Vater hatte das Kind im November 2015 laut Anklage misshandelt und fallen gelassen.

Der neue Prozess soll nach dem Willen des BGH im kommenden Jahr vor dem Landgericht Hagen stattfinden.

Angeklagt war der Vater damals wegen des versuchten Totschlags durch Unterlassen, weil sein damals drei Monate alter Zwillingssohn am 14. November 2015 gestorben war. Eine Obduktion des Säuglings hatte ältere Knochenbrüche und ein Schädel-Hirn-Trauma ergeben. Letztendlich nahm das Gericht eine Lungenentzündung als Todesursache des Kindes an. 

Der Staatsanwalt hatte ursprünglich drei Jahre und vier Monate Haft gefordert.

Mehr lesen Sie am Freitag, 18. August, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bielefeld.

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