Alter Komplex soll schon 2017 abgerissen werden – Gesamtkosten von 600.000 Euro Tierheim plant das neue Hundehaus

Bielefeld (WB). Kaum Tageslicht, kalte Böden und Zwingergrößen, die dem aktuellen Standard nicht mehr standhalten – ein neues Hundehaus im Tierheim ist überfällig. Jetzt liegen dazu konkrete Pläne vor.

Von Kerstin Sewöster
Tierpflegerin Anna Venzke zeigt mit den Mischlingen Cher (links) und Nero die Schwachstellen der Zwinger. Der Boden gefriert bei Nässe und das Dach ist undicht. Vor allem die Reinigung ist mühselig: Wenn das Innengehege gereinigt wird, muss das Abwasser durch den Zugang zum Außenzwinger geflitscht werden, damit es anschließend in eine Abflussrinne läuft, die entlang der Gehege führt.
Tierpflegerin Anna Venzke zeigt mit den Mischlingen Cher (links) und Nero die Schwachstellen der Zwinger. Der Boden gefriert bei Nässe und das Dach ist undicht. Vor allem die Reinigung ist mühselig: Wenn das Innengehege gereinigt wird, muss das Abwasser durch den Zugang zum Außenzwinger geflitscht werden, damit es anschließend in eine Abflussrinne läuft, die entlang der Gehege führt. Foto: Kerstin Sewöster

Auch einen Namen gibt es schon. »Es wird das Leonie-Jürging-Haus«, sagt Helmut Tiekötter, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Die Namensgeberin aus Senne hat dem Verein ein Haus vererbt, dessen Erlös der Grundstock für den Neubau inklusive der teilweisen Umgestaltung des Tierheim-Geländes ist. Etwa 75 Prozent der Kosten in Höhe von 600.000 Euro habe der Verein bereits zusammen. »Es fehlen noch 150.000 Euro, da hoffen wir auf weitere Spenden«, sagt Tiekötter.

Zu wenig Tageslicht

Das bestehende Hundehaus stammt aus den Anfangszeiten des mittlerweile 41 Jahre alten Tierheims. Zwar habe man immer wieder versucht, den Zustand zu verbessern, habe die rauen Betonböden gefliest, wo es möglich war, habe Spanplattentüren ersetzt, aber die Grundsubstanz lasse keine angemessene Haltung der Vierbeiner zu, meint Tiekötter und nennt die Schwachstellen: »Die Innenboxen haben kaum Tageslicht und sind nicht lärmgeschützt. Die Fußböden sind aus Beton und frieren im Winter schon mal über. Die Dächer sind undicht, und die Zwingergrößen entsprechen auch nicht mehr dem gängigen Standard.« Außerdem müsse der Verein improvisieren, wenn er sichergestellte Hunde übernehme, die zunächst in einer Quarantänestation untergebracht werden müssten. Auch das soll sich mit dem Neubau ändern.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 17. August, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bielefeld.

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