Brennende Polizeiautos: weiter keine heiße Spur Anschlag: Gesuchtes weißes Auto spielt keine Rolle

Bielefeld (WB/sb). Einen Monat nach dem Brandanschlag auf neun Mannschaftstransporter der Bielefelder Bereitschaftspolizei hat die Polizei weiter keine bahnbrechenden Hinweise auf die Täter. Das sagte am Mittwoch Polizeisprecherin Kathryn Landwehrmeyer auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. Sie gehe davon, dass die Ermittlungen der Polizei noch einige Wochen dauern werden.

Spurensuche am Brandort
Spurensuche am Brandort Foto: Bernhard Pierel

Zuletzt hatte die Polizei nach einem weißen Kleinwagen gesucht, der laut Zeugenaussagen in der Tatnacht auf einem Parkplatz an der Lerchenstraße gestanden haben soll – in unmittelbarer Nähe des Polizeigeländes. Allerdings sei mittlerweile klar, dass der Wagen keine Rolle im Zusammenhang mit der Tat spiele, berichtete Kathryn Landwehrmeyer. Auch die Aussetzung von 5000 Euro als Belohnung für mögliche Zeugen hätte bislang keine Hinweise zur Aufklärung der Tat gebracht.

Bei dem Brand in der Nacht zum 18. Juli wurden sechs Polizeiautos zerstört und drei weitere beschädigt. Der Schaden lag bei 300.000 Euro. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Wie berichtet, werden die Ermittlungen in der Abteilung für politische Delikte der Staatsanwaltschaft Bielefeld geführt. Grund ist der mögliche Zusammenhang zwischen dem mutmaßlichen Anschlag und dem Hamburger G-20-Gipfel, bei dem auch die Bielefelder Hundertschaft im Einsatz war.

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