Staatsanwaltschaft: »Unterschlagung« Brautkleider zweimal verkauft

Bielefeld (WB/hz). Im Zuge der Ermittlungen gegen die mutmaßliche Brautmoden-Betrügerin Kornelia H. hat die Staatsanwaltschaft festgestellt, dass die 67-Jährige auch bereits bezahlte Brautkleider an Neukundinnen verkauft haben soll.

Das Geschäft in der Altstadt.
Das Geschäft in der Altstadt. Foto: Jens Heinze

»Die ursprünglichen Käuferinnen hatten ihre Kleider zum Ändern in die Schneiderei der Beschuldigten gegeben. Dann wurden die Brautmoden ein zweites Mal an weitere Frauen verkauft«, sagte Stefanie Lange, Sprecherin der Bielefelder Anklagebehörde. Dies sei strafrechtlich als Unterschlagung zu werten.

Wenn Ex-Boutiquenchefin Kornelia H. wegen der 20 um ihre Kleider betrogenen Bräute demnächst vor einem Schöffengericht des Amtsgerichtes der Prozess gemacht wird, werden die doppelt verkauften Hochzeitsmoden allerdings keine Rolle spielen. »Die Unterschlagungen fielen für das Gesamtbild nicht mehr ins Gewicht, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Wie berichtet, soll Kornelia H. jahrelang in ihrem inzwischen geschlossenen Geschäft »Agora Brautmoden« an der Straße Am Bach Bräute zur Kasse gebeten, aber keine Kleider geliefert haben. Damit war für die Frauen nicht nur ihr Geld weg, sondern es brachen für die Opfer kurz vor der Hochzeit auch alle Hoffnungen auf ihre Traumkleider zusammen. Einige Betroffene berichteten, dass sie deswegen mit massiven psychischen Problemen zu kämpfen hatten.

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