Sommerbaustellen: auch Schildescher Straße dicht – »keinen Spielraum« Zufahrt in die City aus Richtung Norden kaum möglich

Bielefeld (WB). Autofahrer, die aus Richtung Norden über Schildesche oder die Herforder Straße in die Innenstadt müssen, haben nichts zu lachen. Denn dort sind in den Ferien besonders viele Straßen-Baustellen auf vergleichsweise engem Raum.

Von Burgit Hörttrich
Die Apfelstraße ist gleich zweifach ein Engpass. Überhaupt: Schildesche leidet während der Ferien besonders unter Baustellen.
Die Apfelstraße ist gleich zweifach ein Engpass. Überhaupt: Schildesche leidet während der Ferien besonders unter Baustellen. Foto: Büscher

Ausweichrouten sind rar. »Wir haben keinen Spielraum«, sagt Hans Martin, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehr Grund: die für 2018 geplanten Sanierungen der Bahnbrücken Von-der-Recke-Straße, Schillerstraße und Schildescher Straße durch die Deutsche Bahn. Deshalb wolle man versuchen, so Dieter Welther als Baustellen-Koordinator, die dringendsten Maßnahmen in diesem Jahr abzuwickeln, um das Verkehrschaos durch die gesperrten Brückenunterquerungen 2018 nicht zu vergrößern.

Auf der Herforder Straße läuft der Verkehr zwischen Beckhaus- und Karolinenstraße wegen der Gleisarbeiten von Mobiel nur jeweils einspurig pro Richtung (das WESTFALEN-BLATT berichtete). Mit Beginn der Sommerferien bis Ende April 2018 wird die Beckhausstraße zwischen Brüggemann- und Schildescher Straße Einbahnstraße stadtauswärts.

Schildescher Straße ab 15. Juli gesperrt

Die parallel verlaufende Schildescher Straße wird vom 15. bis 28. Juli voll gesperrt. Mobiel tauscht dort die Gleise der Stadtbahn aus. Hans Martin: »Miele hat Betriebsferien, deshalb ist der Zeitpunkt ideal.« Weiteres Nadelöhr in Schildesche: Die Fahrbahn der Engerschen Straße zwischen Loheide und Vilsendorfer Straße wird in der zweiten Ferienwoche saniert und eigentlich sollen auch noch in der Jöllenbecker Straße zwischen Lange Straße und Meierteich Leitungsverlegungen erfolgen, aber Martin hat Zweifel: »Vielleicht bleibt uns nichts anderes übrig, als das zurückzustellen, damit der Verkehr überhaupt noch irgendwo durchkommt.« Schließlich ist auch der Westen bereits in weiten Teilen Baustelle.

Straßen sind voll gesperrt und die Apfelstraße ist dicht – zum Kanalbau kommt auch noch die Sanierung der Stadtbahn-Endhaltestelle An der Reegt. Auch der Weg in die Innenstadt über August-Bebel-Straße (stadteinwärts gesperrt) und Paulusstraße (Einbahnstraße in Richtung Willy-Brandt-Platz) gestalte sich schwierig. Immerhin: Die Feilenstraße soll ab Ende Juli wieder normal befahrbar sein.

Voltmannstraße wieder frei

Und die Voltmannstraße wird für sechs Wochen wieder in beiden Richtungen frei gegeben, weil die »Ausweichstrecke« Babenhauser Straße während der Sommerferien voll gesperrt wird. Ungetrübt ist die Fahrt auf der Voltmannstraße auch nicht: Am 14. August beginnt der Bau des Kreisverkehrs Schloßhofstraße. Während der Ferien aber soll der Verkehr fließen. Eine gute Nachricht für andere Bezirke: Jöllenbeck, Brackwede, Senne und Sennestadt sind während der Sommerferien so gut wie baustellenfrei.

Etwa die Hälfte aller städtischen Straßenbaumaßnahmen würden, schätzt Welther, während der jeweiligen Sommerferien abgewickelt: »30 Prozent weniger Verkehr, kein Schulbusverkehr.« Kosten in diesem Jahr (nur städtische Maßnahmen): rund fünf Millionen Euro.

Kommentare

Da fällt einem doch wieder der alte Spruch ein: BIELEFELD, die freundliche Baustelle am Teutoburger Wald.
Aber im Ernst: Bevor ich aus dem Herforder Bereich stundenlang nach Bielefeld unterwegs bis, um dort einzukaufen, fahre ich dch lieber nach Osnabrück. Ist zwar kilometermäßig weiter, bin aber gleichwohl genauso schnell oder schneller dort. Hinzu kommt, dass Osnabrück die schönere Fussgängerzone und mehr individuelle Geschäfte als Bielefeld hat.

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