Die Bauarbeiten an der Verler Straße haben begonnen Wand gegen Straßenlärm

Bielefeld (WB/peb). An der Verler Straße haben die Arbeiten an der Lärmschutzwand begonnen. Das Bauwerk soll Anwohner vor Verkehrslärm schützen, der unter anderem durch den Bau des Logistik-Parks an der Fuggerstraße erwartet wird.

An der Verler Straße wird der alte Lärmschutzwall abgetragen. An gleicher Stelle soll eine Lärmschutzwand entstehen.
An der Verler Straße wird der alte Lärmschutzwall abgetragen. An gleicher Stelle soll eine Lärmschutzwand entstehen. Foto: Peter Bollig

480 Meter lang wird die Lärmschutzwand nach Angaben der Stadtverwaltung, je nach Abschnitt zwischen vier und fünf Metern hoch. Sie erstreckt sich auf der Seite der Wohnhäuser an der Verler Straße zwischen Inn- und Altmühlstraße. An drei Stellen sollen Durchgänge für Fußgänger entstehen, so genannte Schallschleusen. Auch die Begrünung ist bereits geplant: Efeu, Wilder Wein und Clematis sollen die Ansicht prägen, wenn die Wand wie geplant bewachsen ist. Das Bauwerk besteht aus einer Stahlfachwerkkonstruktion, die mit Gittermatten belegt ist und mit Erde aufgefüllt wird. Sie ist am Boden etwa 1,50 Meter stark, in der Spitze 80 Zentimeter.

Gebaut werden soll in mehreren Abschnitten; derzeit ist das Bauunternehmen Quakernack damit beschäftigt, den alten Lärmschutzwall, den Anwohner einst gebaut hatten, abzutragen.

Um die Lärmschutzwand hatten Anlieger, Stadt und Investor Alpha Industrial, der den Logistik-Park entwickelt, lange gerungen (das WESTFALEN-BLATT berichtete). Ursprünglich sah der Bebauungsplan lediglich vor, einzelnen Hauseigentümern eine Lärmschutzverglasung zuzugestehen. Nach Verhandlungen erklärte sich Alpha Industrial bereit, die Lärmschutzwand zu finanzieren und bauen zu lassen, die mit Zustimmung der Anlieger auf deren Grundstücksflächen errichtet wird. Die Stadt Bielefeld wird später die Pflege und Unterhaltung der Wand übernehmen.

Gutachter hatten für die Verler Straße einen Zuwachs von jetzt etwa 7500 auf rund 10.000 Fahrzeuge pro Tag berechnet. In diesen Zahlen steckt vor allem eine allgemeine Verkehrszunahme, der Logistik-Park mache nur einen kleinen Teil davon aus.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.