Die Unicef-Gruppe Bielefeld startet Aktion für geflüchtete Kinder »Letzte Chance für eine Kindheit«

Bielefeld (WB/vw). Zum internationalen Weltflüchtlingstag ist am Dienstag auf dem Jahnplatz eine ganz besondere Aktion der Unicef-Gruppe Bielefeld gestartet. Mit Ballons und selbstgestalteten Postkarten wollte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen auch in Bielefeld auf das Leid geflüchteter Kinder aufmerksam machen.

Mit einer besonderen Aktion macht die Bielefelder Unicef-Gruppe am Dienstagnachmittag auf die Situation geflüchteter Kinder aufmerksam.
Mit einer besonderen Aktion macht die Bielefelder Unicef-Gruppe am Dienstagnachmittag auf die Situation geflüchteter Kinder aufmerksam. Foto: Hans-Werner Büscher

Gemeinsam mit der Unicef-Arbeitsgruppe Bielefeld, ihrer Hochschulgruppe und dem Juniorenteam rief der Leiter der Unicef-AG Bielefeld, Wolfgang Seidensticker, Passanten zum spenden und zuhören auf. »Kinder machen rund die Hälfte der weltweiten Flüchtlinge aus. Aber ihre Not und ihre besonderen Bedürfnisse werden viel zu oft übersehen«, erklärte er.

Passanten erhielten für eine kleine Spende eine der von dem Team eigens gestalteten Postkarten. Auf diese konnten die Passanten ihre ganz persönlichen Wünschen für die Zukunft der Geflüchteten schreiben. An einem blauen Ballon stiegen ihre Wünsche schließlich gen Himmel – und finden hoffentlich Gehör.

Bereits zum zweiten Mal rief Unicef in Bielefeld zu einer solchen Aktion auf, jedoch das erste Mal im Rahmen der Flüchtlingskrise. Unter dem Leitspruch »Letzte Chance für eine Kindheit« warb Seidensticker mit seinem Team für eine entsprechende Bildung der Kinder vor Ort, sichere Unterkünfte in Krisengebieten speziell für Kinder und eine garantierte Chance auf Bildung für geflüchtete Kinder in Deutschland.

»Jedes neunte Kind wächst heutzutage in einem Krisengebiet auf«, erklärte Seidensticker. »Wir müssen dafür sorgen, dass sie dennoch eine Chance auf eine Kindheit haben.« Die Problematiken gingen über das Leben in den Krisengebieten hinaus. Auch in Europa seien die Kinder oftmals sexueller Gewalt, Ausbeutung und Misshandlungen ausgesetzt.

»Wir wollen mit unserer Aktion auch ein Zeichen für Solidarität und für ein friedliches Miteinander setzen und rufen alle Bielefelder zum Mitmachen auf. Kindheit ist kostbar – und wir müssen alles tun, um sie selbst unter schlimmsten Bedingungen zu verteidigen und ihnen Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft zu geben«, meinte der Leiter der Unicef-AG.

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