Theodor-Heuss-Realschule wird Partner des Deutschen Fußballbundes »Es bleibt kein Talent unentdeckt«

Bielefeld (WB). Jungen und Mädchen mit einem besonderen Talent am runden Leder werden an der Theodor-Heuss-Realschule von jetzt an besonders gefördert. Seit Freitag ist sie Partnerschule des Deutschen Fußballbundes (DFB) – und damit eine von zwei Schulen in Bielefeld, die mit dem DFB kooperieren.

Von Peter Bollig
Die Partnerschaft zwischen DFB und Theodor-Heuss-Realschule haben gefeiert und besiegelt (von links): Volker Antczak (Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen), Bezirksbürgermeister Lars Nockemann, Schulleiter Daniel Norkowski, Johannes Danner (DFB-Stützpunktkoordinator), Volker Drobe (DFB-Stützpunkttrainer) und Sportlehrer Ulrich Mößinger.
Die Partnerschaft zwischen DFB und Theodor-Heuss-Realschule haben gefeiert und besiegelt (von links): Volker Antczak (Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen), Bezirksbürgermeister Lars Nockemann, Schulleiter Daniel Norkowski, Johannes Danner (DFB-Stützpunktkoordinator), Volker Drobe (DFB-Stützpunkttrainer) und Sportlehrer Ulrich Mößinger. Foto: Peter Bollig

Seit diesem Schuljahr ist die Sennestädter Realschule bereits NRW-Sportschule mit den Schwerpunkten Triathlon, Geräteturnen und Radfahren. »Traditionell haben wir aber auch starke Fußballmannschaften. Als DFB-Partnerschule können wir jetzt unser Sportprofil weiter schärfen«, sagte Schulleiter Daniel Norkowski in der Feierstunde, kurz bevor er mit Volker Antczak vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen sowie DFB-Stützpunktkoordinator Johannes Danner die Partnerschaftsurkunden unterzeichnete.

Die Schule wählt rund 15 Talente aus

Die Heuss-Realschule ist damit eine von rund 80 DFB-Partnerschulen in Westfalen. Das Helmholtz-Gymnasium arbeitet seit mehreren Jahren mit dem DFB zusammen, als so genannte DFB-Eliteschule. Als Deutschland bei einer Weltmeisterschaft mal nicht so gut abgeschnitten hatte, entwickelte der DFB Konzepte zur Talentförderung, wie Volker Antczak erläuterte. »Partnerschulen sind da ein Baustein«, und die Erfahrung habe gezeigt, dass es dabei »nur Gewinner gibt«: Schüler bekämen an der Schule zusätzliche Trainingseinheiten, die Schulen könnten sich profilieren und »es bleibt kein Talent unentdeckt«.

In der Umsetzung bedeutet das: An der Schule werden rund 15 Talente in den Klassen 5 und 6 gesichtet, später auch in den Klassen 7 und 8, die bei Sportkoordinator Ulrich Mößinger eine Doppelstunde als Fördertraining nach DFB-Richtlinien erhalten. Allerdings: »Mitmachen darf nur, wer auch in den anderen Schulfächern mithalten kann«, sagte der Sportlehrer.

Die geforderte Trainer-B-Lizenz hat Mößinger unlängst absolviert. Der DFB unterstützt die Schule im Rahmen des unbefristeten Projektes mit Material und durch die Vermittlung von Trainingsinhalten. Einmal pro Jahr sollen Lehrer an einer Fortbildung in der Sportschule Kaiser­au teilnehmen.

Zudem schaut sich der DFB die Talente an den Schulen an, sucht bei Spielern mit Potenzial auch schon mal das Gespräch um zu sehen, wie sie auf Vereinsebene und am DFB-Stützpunkt zusätzlich gefördert werden können. Johannes Danner: »Wir wollen sehen, wo der Spieler ist, wie er im Verein behandelt wird und wie es mit ihm weitergehen kann.«

Wenn der DFB seinerseits Talente schon im Grundschulalter ausgemacht hat, hat er, wie Johannes Danner erklärte, durch diese Art der Förderung eine Liste mit Partnerschulen an der Hand, die er den Eltern bei der Wahl der weiterführenden Schule empfehlen könne.

Kunstrasenplatz auf dem Wunschzettel

Bezirksbürgermeister Lars Nockemann, zugleich Vorsitzender des Schul- und Sportausschusses, sieht das Interesse für Fußball unter den Schülern ungebrochen. »Jetzt kann man in Sennestadt den jungen Talenten auch eine angemessene Förderung anbieten.«

Die Teilnahme an der Fußballförderung ist nicht denjenigen Schülern vorbehalten, die die Sportklasse der Realschule besuchen. Die ist in der jetzigen Jahrgangsstufe 5 erstmals gebildet worden, und auch im nächsten Schuljahr werden wieder 29 Jungen und Mädchen eine Sportklasse bilden, sagte Daniel Norkowski. Der Rektor nutzte die Gelegenheit, um Lars Nockemann einen großen Wunsch vorzutragen, mit dem das sportliche Engagement weiter unterstützt werden könnte: »Wir hätten gerne einen Kunstrasenplatz an der Schule.«

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