Mamre-Patmos-Schule gibt Geburtstagskonzert für Liedermacher Rolf Zuckowski zu Gast in Bethel

Bielefeld (WB). »Jeder singt, so gut er kann«, sagt Chorleiterin Nina-Sophie Siekmann. Kinder-Liedermacher Rolf Zuckowski jedenfalls ist begeistert. Nicht er gibt ein Konzert, sondern die Mädchen und Jungen der Mamre-Patmos-Schule und des Kinderchors Bethel geben ein Konzert für ihn.

Von Burgit Hörttrich
Kinder-Liedermacher Rolf Zuckowski mit Mädchen und Jungen des Kinderchores Bethel: Der Chor und die Schüler der Mamre-Patmos-Schule beschenkten Zuckowski mit einem Geburtstags-Konzert zu dessen 70.
Kinder-Liedermacher Rolf Zuckowski mit Mädchen und Jungen des Kinderchores Bethel: Der Chor und die Schüler der Mamre-Patmos-Schule beschenkten Zuckowski mit einem Geburtstags-Konzert zu dessen 70. Foto: Thomas F. Starke

Dafür gibt es gleich einen doppelten, ja, dreifachen Anlass. Rolf Zuckowski feierte am 12. Mai seinen 70. Geburtstag, vor 40 Jahren veröffentlichte er das Singspiel »Rolfs Vogelhochzeit«, das den Grundstein für seine Karriere legte und Bethel besteht 150 Jahre.

Nina-Sophie Siekmann und Chorleiterin und Lehrerin Nele Lunkenheimer haben mit den Kindern der Unter- und Mittelstufe geprobt und sagen beide einhellig: »Die meisten der Lieder waren allgemein bekannt.« Einen Titel nur habe man neu eingeübt, nämlich »Wir sind die Kinder«. Natürlich stehen auf dem Programm »Wie schön, dass du geboren bist« und andere Lieder der CD »Die Jahresuhr«, aber auch Songs wie »Ich schaff’ das schon« oder »Starke Kinder«. Rolf Zuckowski selbst will zum Abschluss »So wie du bist« singen.

Pate des Kinderhospizes und Botschafter

Frank Thies, Leiter der Mamre-Patmos-Schule erzählt Rolf Zuckowski, dass jeder Schul-Morgen mit Musik anfange. Nele Lunkenheimer sagt, dass jedem im Chor bewusst sei, »wie wichtig er oder sie für das Gelingen ist.« Schließlich gelte es, sich im Chor an Strukturen zu halten, sich einzufügen, nach eigenen Fähigkeiten mitzumachen.

Rolf Zuckowski, Pate des Kinderhospizes Bethel und Botschafter der von Bodelschwinghschen Stiftungen , ist sicher: »Hier singt jeder aus dem Herzen. Singen steigert die Lebensfreude und die Kinder lernen zum einen, sich zu trauen, aber auch, sich zurückzunehmen, wenn das nötig ist.«

Für Schulleiter Frank Thies ist der Besuch von Rolf Zuckowski »eine Wertschätzung für die Schüler«. Zuckowski selbst betont, er höre sich gern an, wie seine Lieder gesungen werden: »Lebendig, mit viel Körpersprache. Die Kinder sind mitten drin im Text.« Besonders stolz sei er darauf, dass einige seiner Lieder schon »Volksgut-Charakter« hätten. Die beiden Chorleiterinnen bestätigen das: »Als wir gemeinsam mit den Kindern die Lieder für unser Geburtstagskonzert ausgesucht haben, kam oft der Satz ›Ach, das ist auch von Rolf Zuckowski‹.«

Werk hat sich verselbstständigt

Der Liedermacher selbst betont, er sei glücklich darüber, dass sich sein Werk verselbstständigt habe: »Etwas Besseres kann einem Komponisten doch eigentlich nicht passieren.« Das empfinde er als ein großes Geschenk, weil sein Repertoire weiter lebe »in allen Generationen vom Kita-Kind bis zu den Großeltern.«

Er erzählt, dass auch andere Chöre auf die Idee gekommen seien, ihm ein Geburtstagskonzert mit Zuckowski-Liedern zu schenken: »Das war wie eine Kettenreaktion. Jetzt bin ich seit Februar und noch bis Dezember unterwegs von Konzert zu Konzert.«

Nach Bethel sei er besonders gern gekommen: »Weil man hier Lebensfreude besonders intensiv spürt.« Er habe »natürlich« vom Bethel-Jubiläum gehört und so habe man sich »gegenseitig die Bälle zugespielt«. Für ihn, so Rolf Zuckowski, sei es besonders schön, »Bethel in all’ seinen Farben kennenzulernen«.

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