Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert Bethel-Geschichte wird erforscht

Bielefeld (epd). Mit einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekt soll die Geschichte Bethels erhellt werden. Das dreijährige Vorhaben nimmt die Zeit von 1924 bis 1949 in den Blick, wie die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mitteilten.

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Symbolfoto Foto: dpa

Durchgeführt wird die unabhängige Untersuchung vom Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr-Universität Bochum unter Lehrstuhlinhaber Traugott Jähnichen. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 330 000 Euro finanziert.

Ziel sei eine möglichst umfassende Alltagsgeschichte der damaligen von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. In dem Untersuchungszeitraum gehe es um den Lebensalltag von Menschen mit Behinderungen in den Bereichen Epilepsie, Behindertenhilfe und Psychiatrie. Untersucht werden soll auch die erhöhte Zahl an Todesfällen in den Kriegsjahren zwischen 1939 und 1945.

Grundlage sind neben Sachakten mehr als 2000 Patientenakten aus dem Hauptarchiv von Bethel. Die Auswertung soll im September beginnen. Begleitet wird das Projekt von einem wissenschaftlichen Beirat aus Theologen, Medizinern und Historikern.

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