Insolvenz: Besitzer will Immobilie nach eigenen Angaben nicht verkaufen Ringlokschuppen: Lager statt Konzerthalle?

Bielefeld (WB/sb). Nach dem Insolvenzantrag des Ringlokschuppen-Betreibers hat der niederländische Besitzer bekräftigt, die Immobilie behalten zu wollen. »Der Ringlokschuppen steht nicht zum Verkauf. Da müsste schon ein fabelhafter Preis geboten werden«, sagte Eling Wissink, Sprecher des Investmentfonds ND Winkels II, auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage.

Der niederländische Besitzer des Ringlokschuppens will nicht verkaufen.
Der niederländische Besitzer des Ringlokschuppens will nicht verkaufen. Foto: Thomas F. Starke

Zudem könne sich das Unternehmen auch vorstellen, die Immobilie künftig nicht als Disco und Konzerthalle, sondern als Lager oder Ausstellungshalle zum Beispiel für Oldtimer zu vermieten, sagte er.

Wie berichtet, arbeitet Insolvenzverwalter Yorck Streitbörger an einer langfristigen Lösung, um die Zukunft des Ringlokschuppens als Disco und Konzerthalle zu sichern. Er sprach bereits von mehreren Kaufinteressenten. »Ja, es gibt auch bei uns einige Anfragen«, bestätigte auch Eling Wissink. »Aber unser Ziel ist es, neu zu vermieten.«

Es sei dann auch denkbar, die Immobilie zu renovieren. Wissink betonte erneut, dass er keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit mit dem jetzigen Betreiber sehe, der Ringlokschuppen GmbH. Er spricht von Mietrückständen von 700.000 Euro. Zudem hatte das niederländische Unternehmen eine Räumungsklage gegen den Betreiber gewonnen. Der Betreiber kam aber durch den Insolvenzantrag der Räumung zuvor.

Der Betreiber weist die Vorwürfe zurück. Die Miete sei gemindert worden, weil der marode Boden des Ringlokschuppens trotz mehrmaliger Aufforderung nicht saniert worden sei, hatte der Betreiber mitgeteilt. Die Ringlokschuppen GmbH spricht deswegen nicht von Mietschulden, sondern sogar von einem Guthaben in Höhe von 250.000 Euro beim Vermieter. Es sind weitere Gespräche zwischen Insolvenzverwalter, Betreiber und Immobilienbesitzer geplant.

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