2000 Besucher kommen zum ersten »Electric Fabric«-Festival in den Ravensberger Park – »Boys Noize« ist der Höhepunkt Der Stoff, aus dem die Beats sind

Bielefeld (WB/mdm). Diese Premiere ist geglückt: Zum ersten Mal hat am Sonntag das Mini-Festival »The Electric Fabric« im Ravensberger Park stattgefunden. 2000 Besucher waren dabei.

Die Stimmung war an allen drei Bühnen ziemlich gut.
Die Stimmung war an allen drei Bühnen ziemlich gut. Foto: Mike-Dennis Müller

Schon am frühen Abend  zeigte sich Veranstalter Walent-Tony Cerkez von der Vibra Agency ziemlich zufrieden. »Die Stimmung ist durchweg gut«, sagte er. Die Resonanz sei bisher sehr  positiv gewesen. »Es ist unfassbar, wie viele Leute sich schon bei uns bedankt haben, dass wir so etwas hier veranstalten.« 

Das Mini-Elektro-Festival in direkter Innenstadt-Nähe kam offenbar wirklich gut an. Schon früh war es voll auf dem Gelände zwischen Ordnungsamt, Ravensberger Spinnerei und dem Historischen Museum. Drinnen und draußen tanzten die Besucher zu den elektronischen Beats.

Einige DJs aus der Region, etwa der Bielefelder Dirk Siedhoff, legten direkt zu Beginn des Festivals. Das Wetter spielte weitgehend mit: Meist war es trocken und insgesamt nicht zu heiß, um zu tanzen. Lediglich in der Hechelei und der Ravensberger Spinnerei wurde es mit der Zeit ziemlich warm.

Boys Noize beginnt bei Sonnenuntergang

»Ich finde es toll, dass auch für unseren Musikgeschmack mal etwas Größeres auf die Beine gestellt wird«, sagte die 23-jährige Studentin Magda Gravic, während auf der Hauptbühne das Duo »Junge Junge« auflegte. Mit drei Freundinnen verbringt die den Tag vor Ort. »Dass man das Gelände gar nicht verlassen darf, finde ich nicht so gut.«

Pünktlich zum Sonnenuntergang begann der bekannteste DJ des Tages, Boys Noize aus Berlin, auf der Hauptbühne aufzulegen. Seifenblasen, Laser-Show und besonders kräftige Bässe – zum Ende zeigte sich das Festival noch einmal von seiner besten Seite.

»Street Food«-Angebot dünn

Wer sich nicht grad vor einer der drei Bühnen im Takt bewegte, ließ es sich auf einer der Wiesen oder im Gastro-Bereich gutgehen. »Ein bisschen mehr hätte ich schon erwartet«, zeigte sich Luca Donert enttäuscht über das kulinarische Angebot. Für die mittlerweile von Street-Food-Festivals überschwemmte Stadt war das angekündigte »Street Food«-Angebot tatsächlich vergleichsweise dünn und nicht sonderlich innovativ, gestört hat das aber nur wenige.

Ob das Festival in dieser Form noch einmal stattfindet, steht noch nicht fest. Die Veranstalter schließen es aber nicht aus.

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