Fünf Bielefelder Bühnen, drei Theater: gemeinsamer Auftritt im weltweiten Netz Alle Puppentheater mit einem Klick

Bielefeld (WB). Für die Bielefelder Puppentheater ist die gemeinsame Website eine Art von Quantensprung. Statt als Einzelkämpfer um Besucher zu werben, gibt es jetzt auf einen Klick alle Infos im Netz.

Von Burgit Hörttrich
Bielefelds Puppenspieler auf einem Bild (von links): Bernd Kühnel, Stefan Kühnel, Kirsten Roß, Dagmar Selje und Thomas Niekamp.
Bielefelds Puppenspieler auf einem Bild (von links): Bernd Kühnel, Stefan Kühnel, Kirsten Roß, Dagmar Selje und Thomas Niekamp. Foto: Bernhard Pierel

Noch nicht realisiert haben die Dagmar Selje-Puppenspiele, die Niekamp-Theater-Company, die Kammerpuppenspiele, das Puppentheater Pulcinella und die Teutoburger Puppenbühne einen gemeinsamen Vorverkauf. Stefan Kühnel (Kammerpuppenspiele): »Das wäre aber unser nächstes Ziel.« Interessenten können jetzt zum ersten Mal kompakt finden, welche Bühne wo was wann spielt. Und erfahren natürlich, wie sie an Eintrittskarten kommen.

Fünf Bühnen, drei Spielorte. Die gemeinsame »Dachmarke« für die Puppentheater sei möglich geworden, weil, so Kulturamtsleiterin Brigitte Brand, Skala und Astoria auch anderen Theatern Auftrittsmöglichkeiten biete. Das Puppentheater Pulcinella und die Teutoburger Puppenbühne haben keine eigene Spielstätte, die Kammerpuppenspiele haben eine Heimat im Kamp gefunden.

Kulturförderung neu strukturiert

Kulturdezernent Dr. Udo Witthaus sagt, dass die neue Website ein Ergebnis der Neustrukturierung der Kulturförderung sei. Die Stadt Bielefeld habe mit der Skala von Dagmar Selje und dem Astoria der Niekamp-Theater-Company Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen zur Förderung beider Spielstätten geschlossen.

Puppenspieler Bernd Kühnel (Teutoburger Puppenbühne) sagt, Bielefeld sei längst eine »Puppentheaterstadt«: »Selten gibt es an einem Ort so viele Puppenbühnen.« Thomas Niekamp ist überzeugt davon, dass die gemeinsame Website jedem einzelnen Theater helfe. Udo Witthaus weist darauf hin, dass jedes Theater unterschiedliche Zielgruppen bediene: »Es gibt ein breites Angebot.«

Unterschiedliche Spielpläne besser abstimmen

Puppenspiel habe, seit Dagmar Seljes Vater Hellmut in den 1950er Jahren eine Spielstätte im Bunker Ulmenwall etabliert habe, in Bielefeld Tradition. Hellmut Selje bezog später ein eigenes Puppentheater im ehemaligen Anker-Gebäude an der Ravensberger Straße, das dann von Dagmar Selje und von Thomas Niekamp als gemeinsame Spielstätte, dem Zen­trum Bielefelder Puppenspiele, genutzt wurde. Als das Anker-Gebäude abgerissen wurde, um Wohnungsbau Platz zu machen, mussten sich Selje und Niekamp neue Spielstätten suchen, wurden mit der Skala am Jahnplatz und dem Astoria am Klosterplatz schließlich fündig. Für den Kulturdezernenten ist es auch wichtig, dass die gemeinsame Internet-Adres­se nicht zuletzt auch dabei helfe, die unterschiedlichen Spielpläne untereinander besser als bisher abzustimmen.

Nutzer können jetzt den Veranstaltungskalender einsehen, in dem alle Vorstellungen – auch die Gastspiele – aufgeführt sind. Zudem gibt es Informationen über die fünf Puppentheater und eine Vorschau auf das Sommerprogramm und die neue Spielzeit:

Hier geht es zur neuen Internetseite.

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