Die Stadtwerke veranstalten fünfte Auflage – länger als je zuvor Fünfte Klangschicht

Bielefeld (WB). Zum fünften Mal legen die Stadtwerke auf ihrem Betriebsgelände an der Schildescher Straße, in Turbinenhalle und Kesselhaus, Zählerwerkstatt und Kfz-Werkstatt eine Klangschicht ein: Am 23. und 24. Juni gehen Kunst, Musik und Technik eine Verbindung ein. Vor zwei Jahren waren insgesamt rund 8000 Menschen dabei.

Von Burgit Hörttrich
Klassik unterm Kühlturm: Darauf freuen sich (von links) Manuel Bürgel (Bunker Ulmenwall), Johannes Strzyzewski, Martin Beyer, Dietrich Schulze und die Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann und Friedhelm Rieke.
Klassik unterm Kühlturm: Darauf freuen sich (von links) Manuel Bürgel (Bunker Ulmenwall), Johannes Strzyzewski, Martin Beyer, Dietrich Schulze und die Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann und Friedhelm Rieke. Foto: Hans-Werner Büscher

Neuerung: Schichtbeginn ist bereits um 19 Uhr, eine halbe Stunde früher als sonst. Und die Schicht dauert länger: Denn nach dem großen Bühnenkonzert der Bielefelder Philharmoniker unter Leitung von Pawel Poplawski schließt sich zum Ausklang noch Jazz des Bunker Ulmenwall an.

Andreas Bootz, der die Klangschicht für die Stadtwerke organisiert, sagt, zu Beginn gebe es wieder das Wandelkonzert (19 bis 20.45 Uhr): An 19 Orten singt und klingt es dann – in der Tischlerei genauso wie am Hauptlager, in der Kranhalle ebenso wie im Ausbildungszentrum. Bootz: »Ölwechsel trifft auf Tonart-Wechsel.« Die Musik- und Kunstschule ist mit zahlreichen Ensembles vertreten, aber auch mit den Bildenden Künsten. Die Werke stünden in diesem Jahr unter der Überschrift »Maschinenmenschen«, sagt Dietrich Schulze und ergänzt: »Die Bilder müssen sich gegen die Architektur im Kraftwerk behaupten – eine Herausforderung.«

Bühnenkonzert beginnt um 20.45 Uhr

Für MuKu-Direktor Johannes Strzyzewski ist das Klangschicht-Konzept durch und durch überzeugend: »Es ist diese Zwanglosigkeit, das Zuhören nach Gutdünken, was dem Publikum vermutlich besonders gefällt.«

Das Bühnenkonzert auf dem Mitarbeiter-Parkplatz beginnt um 20.45 Uhr. Martin Beyer, Geschäftsführer der Bielefelder Philharmoniker, verspricht ein Programm, das von Johann Sebastian Bachs »Air« über Antonin Dvoraks »Ungarische Tänze«, den »Nussknacker« von Pjotr Tschaikowsky bis hin zu Chris Barber, zu Filmmusiker und Popsongs reiche.

Kleine Nachtmusik

Er sei sicher, dass das Publikum »bei der Stange« bleibe.

Zum Ausklang, ebenfalls neu, gibt’s eine kleine Nachmusik ab 22.10 Uhr. In der Kfz-Halle und in der Elektronikerhalle spielen Laska, die »Hausband« des Bunker Ulmenwall, und Electric Ulmenwall Jazz in allen Schattierungen.

Gut 300 Mitwirkende, dazu rund 50 Freiwillige der Stadtwerke stemmen die Veranstaltung, die an zwei Abenden mit identischem Programm aufwartet. Es sei denn, das Wetter macht einen Strich durch die Rechnung. Martin Beyer: »Bei Regen spielen die Basement-Boyz, weil Feuchtigkeit den Streichinstrumenten der Philharmoniker schadet.«

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