DSC-Anhänger fiebern in Bielefelder Kneipen mit Grenzenloser Jubel

Bielefeld (WB). 3000 Arminen-Anhänger zittern in Dresden um den Zweitligaverbleib des DSC Arminia Bielefeld. In der Heimat fiebern die Fans in Fußball-Kneipen. So versinkt um 17.21 Uhr das »Alt Bielefeld« im kollektiven Rausch.

Von Uwe Koch
Fans feiern im »Alt Bielefeld«.
Fans feiern im »Alt Bielefeld«. Foto: Hans-Werner Büscher

Ganz vorne auf der Bank sitzen die drei Heinz: Heinz Schürmann, Heinz Thom und Heiner »Heinz« Musiol sind »schon seit Ewigkeiten« Arminen-Anhänger. »Mein erstes Spiel habe ich in der Oberliga West in Stadion ›Rote Erde‹ in Dortmund gesehen«, sagt der 87-Jährige, »da sind wir zu viert im Opel Kapitän hingefahren.«

0:1 – und in den Gläsern verschalt das Bier

Heute gehört Heinz zum Stammpersonal im »Alt Bielefeld«. So wie Helmut Sarfert und Olaf Schneider gegenüber am Tresen. Die beiden haben ihre DSC-Trikots übergestreift, haben auch ihre Fan-Schals dabei – und leiden vor allem direkt nach der Pause nach einem Abseits-Tor von Yabo. Als dann Dynamo Dresden auch noch das 1:0 in der 62. Minute macht, rauscht die Stimmung in der Kneipe in den Keller. Kurz danach treffen die 1860er in Heidenheim; es herrscht Eiszeit, in den Gläsern verschalt jetzt sogar das Bier.

Der Wirt macht Mut, die Kneipe tanzt

Allein Wirt Detlef Burkhardt macht seinen Gästen Mut. »Es ist noch nix verloren.« Die folgenden Minuten sind ein Wechselbad der Gefühle. Die Arminen kriegen die Pille nicht ins Dresdner Tor, die Gäste im »Alt Bielefeld« erfasst die pure Verzweiflung. Doch dann kommt die Schlussphase: Als die beiden Ausgleichstreffer fallen, tanzt die Kneipe. Schals werden geschwungen.

Eine Freirunde nach dem Superspiel

Es folgen aufreibende Minuten, die zunächst den erlösenden Schlusspfiff in Dresden bringen. Kurz danach schaltet Detlef auf die Direktübertragung aus Heidenheim um. Gerade noch rechtzeitig, um den 2:1-Sieg über 1860 München zu feiern. Bielefeld bleibt Zweitligist. »Meine Nerven«, kommentiert Olaf. Die drei Heinz haben ein »Superspiel« gesehen, und Detlef gibt seinen Gästen noch einen aus.

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