Kreishandwerkerschaft spricht sich in Resolution für »Grüne Welle«, gegen Diesel-Verbot und Tempo 30 auf Ausfallstraßen aus Verkehrspolitik mit Augenmaß

Bielefeld (WB/-md-). Das Bielefelder Handwerk macht mobil in Sachen Verkehrssituation. Die Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft hat jetzt in einer Resolution die Stadt und auch das Regierungspräsidium aufgefordert künftig Verkehrspolitik mit Augenmaß zu betreiben und die Interessen der Betriebe und deren Kunden im Oberzentrum im Auge zu behalten.

Hauptgeschäftsführer Jürgen Sautmann, Kreishandwerksmeister Frank Wulfmeyer und Stellvertreter Heiner Dresrüsse (von rechts) zeigen die Resolution, die am Dienstagabend verabschiedet worden ist.
Hauptgeschäftsführer Jürgen Sautmann, Kreishandwerksmeister Frank Wulfmeyer und Stellvertreter Heiner Dresrüsse (von rechts) zeigen die Resolution, die am Dienstagabend verabschiedet worden ist. Foto: Kreishandwerkerschaft

Das Handwerk in Bielefeld, sagt Kreishandwerksmeister Frank Wulfmeyer, hat den Eindruck, dass in dieser Stadt daran gearbeitet wird, den Autoverkehr immer mehr zu verlangsamen. Straßen würden verengt, Fahrradstreifen auf engen Straßen angelegt und immer mehr Tempo-30 werde geschaffen . Zudem würden Parkplätze einbezogen und die Baustellenkoordination lasse vielfach zu wünschen übrig. Wulfmeyer: »Der tägliche Verkehr wird immer langsamer oder steht in Staus, verbunden mit immer mehr Abgasen. Die Erreichbarkeit unserer Betriebe wird immer schwieriger und die Betriebe selbst benötigen immer mehr Zeit, um zu den Kunden zu gelangen.«

Tempo 30 nur in Gefährdungsbereichen

Das Handwerk wehrt sich deshalb mit Nachdruck gegen Tempo 30 auf Hauptausfallstraßen. In Nebenstraßen dürfe es Tempo 30 nur in Gefährdungsbereichen wie etwa vor Schulen und Kindergärten geben. Auf den Hauptverkehrsstraßen ist nach Einschätzung der Handwerker die Optimierung der Grünen Welle dringend erforderlich, einen weiteren Rückbau von Parkplätzen im Bereich von Handwerks- und Gewerbebetrieben dürfe es nicht geben.

Die Handwerker wehren sich auch massiv gegen eine Umweltzone oder ein generelles Fahrverbot für Dieselfahrzeuge rund um den Jahnplatz . Wulfmeyer: »Die Erreichbarkeit von Betrieben und Kunden muss gewährleistet sein.« ein Großteil der Handwerker im Vertrauen auf die Umweltveträglichkeit Dieselautos angeschafft.

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